"Blaues Kreuz" unterstützt Alkoholkranke
18.11.2008 | 18:35 Uhr 2008-11-18T18:35:32+0100Haspe. Alkohol wird bei Jugendlichen immer mehr zum Trend, besonders das Komasaufen ist zurzeit angesagt - ob aus Gruppenzwang oder wegen eigener Probleme. Das "Blaue Kreuz" hat auf jede Frage eine passende Antwort.
Susanne Faust berichtet, dass das "Blaue Kreuz" unter anderem eine Suchteinrichtung für chronisch alkoholkranke Menschen ist. Die Alkoholkranken werden mit Hilfe von Medikamenten entgiftet, da sie sonst unter den Folgen des Entzuges sterben könnten. Sie sind zwischen 23 und 73 Jahre alt.
Das "Blaue Kreuz" in Haspe betreut hauptsächlich Erwachsene und ältere Personen, die mit Alkoholproblemen zu kämpfen haben. Sie kommen dort in einer Wohnung unter, in der sie lernen, ein ganz normales Leben zu führen. Danach können sie ihre neu erlernten Erfahrungen in einer Wohngemeinschaft anwenden.
Sucht nicht überlebt Viele Patienten, die meisten von ihnen sind Jugendliche, werden in einem Heim in Schwelm versorgt. Obwohl die Jugendlichen wissen, dass sie ins Koma fallen oder im Extremfall auch an Spätfolgen sterben könnten, sehen sie Alkohol als Trend und mögen das sogenannte "Flatratesaufen". Manche lassen sich nur dazu überreden und trinken aus Gruppenzwang mit. Wie Susanne Faust erzählt, haben im Jahr 2007 drei Personen und bis November 2008 ein Alkoholabhängiger ihre Krankheit nicht überlebt. Sie sind an Spätfolgen wie Speiseröhrenkrebs oder an einer Alkoholvergiftung gestorben.
Trotzdem kann das "Blaue Kreuz" viele Erfolge feiern. Die meisten Menschen, die in der Betreuung waren, sind jetzt selbstständig und können sich Dank des "Blauen Kreuzes" selbst versorgen.
Darleen Mulzer Carolin Werrn Daniela Müller Klasse 8d Christian-Rohlfs-Gymnasium

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