Beruf

Hagen

25.11.2011 | 17:56 Uhr
Auch die Männer der freiwilligen Feuerwehr müssen zu Brandeinsätzen. Foto: WAZ FotoPool

Reh.   In der Freizeit unterstützen sie die Männer der Berufsfeuerwehr.

Die Lichter gehen an und sofort sind die vielen alten und neuen Feuerwehrautos zu sehen. Im Aufenthaltsraum liegt der Geruch von frisch belegten Brötchen und Kaffee in der Luft und man spürt sofort: In dieser Gemeinschaft bei der freiwilligen Feuerwehr Reh-Henkhausen stimmt alles.

Die freiwillige Feuerwehr ist im Gegensatz zur Berufsfeuerwehr eine ehrenamtliche Organisation, der sich viele Männer und Frauen in der Freizeit widmen. Jede freiwillige Feuerwehr ist für einen bestimmten Bezirk zuständig und unterstützt dort die Berufsfeuerwehr.

Private Freundschaften

Doch „es ist nicht immer leicht den Hauptberuf und den freiwilligen Feuerwehrdienst gleichzeitig auszuüben“, sagt Oberbrandmeister Hans-Martin Moravec, „denn seinen eigentlichen Arbeitsplatz kann man ja nicht einfach verlassen. Außerdem ist es oft auch sehr stressig, da die freiwillige Feuerwehr viele Einsätze hat.“ Doch „helfen ist immer gut“, so der Oberbrandmeister und lacht.

Mittlerweile ist Moravec schon seit fast 16 Jahren dabei trotzdem haben er und auch seine Kollegen vor einem Einsatz immer großen Respekt. Aber Moravec hat ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Kameraden und kann sich in jeder Situation auf sie verlassen und ihnen vertrauen. „Durch dieses Vertrauen entstehen auch private Freundschaften, die selbst nach der Zeit bei der freiwilligen Feuerwehr noch bestehen bleiben“, sagt er.

Sprengung „langer Oskar“

Sein aufregendster Einsatz war bislang die Sprengung des „langen Oskars“, des Bürohochhaus der Sparkasse Hagen, im Jahr 2004. Doch nicht nur für Sprengungen und Löscheinsätze müssen die freiwilligen Feuerwehrmänner Zeit aufbringen, sondern auch für Weiterbildungen. So nehmen die Männer, Frauen sind in Reh bislang nicht vertreten, etwa an Erste-Hilfe-Kursen der Berufsfeuerwehr sowie an Brandübungen teil. Denn auch sie müssen auf dem neusten technischen und Wissensstand sein, um bei großen Einsätzen helfen zu können.

Um die Arbeit der dreiwilligen Feuerwehr Reh-Henkhausen fortführen zu können ist auch der Nachwuchs wichtig. „Momentan sieht es in diesem Bereich gut aus“, sagt Brandmeister Moravec, „doch ich mache mir Sorgen, dass es durch die Abschaffung des Wehrdienstes und damit auch des Ersatzdienstes bald nicht mehr viele Nachfolger geben wird.“

Lorena Fundke, Mona Sturm, Julia Henneken, Klasse: 8b, Gymnasium Hohenlimburg, Hohenlimburg

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