Unicef hilft Haiti
06.05.2010 | 15:26 Uhr 2010-05-06T15:26:00+0200
Gladbeck.Schon seit 1949 ist Unicef in Haiti aktiv. Der Karibik-Staat ist eines der ärmsten Länder der Welt. Doch nach der Katastrophe am 12. Januar 2010 wurde es noch schlimmer als es vorher schon war, ein Erdbeben erschütterte die Hauptstadt Haitis und zerstörte nicht nur öffentliche Gebäude, sondern auch Familien.
Jetzt braucht dieses Land und vor allem die Menschen dort mehr Hilfe als sonst. Viele Menschen kamen dabei ums Leben. Die Anzahl der Verletzten war sehr hoch. Unter den Verletzten sind zudem sehr viele Kinder. Sie brauchen jetzt medizinische Hilfe, sauberes Trinkwasser, Nahrung und Schutz.
Unicef gibt diesen Kindern, was sie brauchen. Zuerst musste dafür gesorgt werden, dass die Kinder ein Dach über dem Kopf haben, da die Häuser bei dem Erdbeben völlig zerstört wurden. Dazu benutzten die Helfer Plastikplanen und Zelte. Außerdem werden mit Flugzeugen und Schiffen Unicef-Hilfsgüter nach Haiti gebracht. Mit Wasserkanistern und Wasserreinigungstabletten sorgen sie für sauberes Trinkwasser.
Aber auch Medikamente – vor allem gegen Durchfall – Zelte, Nahrung, Erste-Hilfe-Pakete sowie Schul- und Spielmaterial werden geliefert. Zudem wurden, für die Kinder, die ihre Eltern verloren haben oder nicht finden können, Schutzzonen eingerichtet. Dort bekommen sie Kleidung und Essen und werden medizinisch untersucht.
Mit Unterstützung von Unicef werden zudem seit Februar 900 000 Kinder gegen gefährliche Kinderkrankheiten geimpft. Schulen werden gebaut, um den Kindern, ein geregeltes Leben zu ermöglichen. Natürlich wurden erst einmal nur Zelte aufgestellt, damit die Kinder überhaupt wieder zur Schule gehen können.
Warum wurde Unicef eigentlich so bekannt? Unicef wurde 1946 gegründet, um den Kindern nach dem zweiten Weltkrieg zu helfen. Vielleicht ist man deshalb so bekannt, weil das Hilfswerk weltweit in fast allen Ländern vertreten ist.
Um all diese Aufgaben zu bewältigen, braucht man sehr viele Mitarbeiter. Vor der Katastrophe waren etwa 90 Unicef-Mitarbeiter in Haiti aktiv. Jetzt sind es ca. 150 Helfer, die dort anpacken, berichtet Unicef-Mitarbeiterin Jennifer Kleeb bei unserem Besuch der Unicef-Zentrale in Köln. Es hätten sich viele gemeldet, um zu helfen. Doch es werden nur Fachleute oder einheimische Haitianer eingesetzt, da unerfahrene Leute die Arbeit behindern könnten.
Aber alle anderen können durch eine Spende helfen und so für Trinkwasser, Medikamente oder andere dringend benötigte Hilfsgüter sorgen. Spenden geht ganz einfach online, unter: www.unicef.de.
Nico Gosselke, Lars Neuber, Jerome-Maurice Glavac, Dominik Zajac und Jan-Paul Harmel, Klasse 8a, Werner-von-Siemens-Schule Gladbeck

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