Sport ist doch nicht Mord
17.06.2011 | 14:06 Uhr 2011-06-17T14:06:00+0200
Gladbeck.Ist Sport wirklich Mord? Diese Frage stellten Zeus-Reporter Dr. Albert Schumacher, einem Chirurgen, der seine Praxis in der Lindenstraße in Gladbeck hat.
Eine der Fragen lautete: „Wie viele Patienten kommen etwa in der Woche mit Sportunfällen zu Ihnen?“ „Circa ein Drittel der Leute kommen mit Leiden durch Sportaktivitäten zu mir, allerdings kann man dies nicht auf eine Woche beziehen. Die Verletzten sind sowohl private Sportler, als auch Schulsportler“, so seine Antwort.
Auf die Frage, um welche Art von Unfällen es sich meistens handele, nannte der Chirurg folgende Verletzungen: Sprunggelenksdistorsionen, Verrenkungen, Bänderdehnungen, Blutergüsse, Muskelfaserrisse.
All diese Verletzungen kann man allerdings mit Hilfe von Bandagen oder einfachen Verbänden beheben, so der Arzt.
Der Doktor hält die Sportarten Boxen, Fußball, Handball und Skifahren für die gefährlichsten
Der Doktor hält die Sportarten Boxen, Fußball, Handball und Skifahren für die gefährlichsten. Er nannte als Beispiel für die Gefahr des Boxkampfes Mohammed Ali, der bei einem Kampf heftige Verletzungen erlitt.
Zuletzt fragten wir den Arzt, ob er die Redewendung „Sport ist Mord!“ befürworten würde. Er antwortete mit einem klaren „Nein“ und begründete dies: „Wer ein trainierter Sportler ist, der muss sich gar nicht erst mit der Redewendung auseinander setzen. Aber man sollte vorsichtig sein, wenn man eine Verletzung erlitten hat, denn in diesem Fall wäre es von Vorteil, eine Sportpause einzulegen, bis der Makel verheilt ist.“
Das Interview mit Dr. Albert Schumacher verschaffte uns die Einsicht, dass sogar Ärzte, die ein Drittel ihrer Arbeitszeit damit verbringen, Patienten mit sportlichen Verletzungen zu behandeln und Tipps geben, wie man diese Unfälle hätte vermeiden können, trotzdem nicht gegen diese Freizeitaktivitäten sind.
Carla Wittenberg, Ina Surma, Klasse 8b, Riesener-Gymnasium

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