Polizei
Traumjob Jugend-Cop
31.05.2010 | 18:41 Uhr 2010-05-31T18:41:00+0200
Gelsenkirchen/Oberhausen.„Sogar aus kleinen Erfolgen ziehen wir unsere Motivation“, berichten Kerstin Erps und Sven Leymann stolz, die JuKOB Mitarbeiter der Polizei Oberhausen.
JuKOB sind Jugendkontaktbeamte, die unter anderem die Nähe von Jugendlichen suchen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Der Einsatz von Jugendkontaktbeamten ist ein fester Bestandteil polizeilicher Präventionsarbeit.
Sie besuchen Jugendtreffs und verschiedene Jugendszenen, um mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Gleichzeitig gehen sie auf Veranstaltungen und kontrollieren den Alkohol- und Drogenkonsum der Teenager.
Erps und Leymann beschäftigen sich mit Jugendlichen im Alter von 14 bis 21 Jahren. Sie zeigen den Jugendlichen, wann sie Straftaten begehen: Wo ein anderer gefährdet wird, fängt eine Straftat an. Zudem wollen sie verhindern, dass Jugendliche in eine kriminelle Karriere abrutschen.
Das Jugendamt arbeitet eng mit den zivilen Beamten zusammen und gemeinsam wirken sie auf die Eltern der Straftäter ein.
Opfer spielen eine große Rolle
Aber nicht nur die Straftäter spielen hier eine große Rolle, sondern auch die Opfer. Für diese gibt es einen Opferschutzbeauftragten und die JuKOB kümmern sich um sie.
Kerstin Erps spricht aus Erfahrung: „Die meisten Straftäter hängen den ganzen Tag herum und denken nicht über ihre Straftaten nach, dies sind die sogenannten Intensivtäter.“
Die am häufigsten begangenen Straftaten sind Diebstahl, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen.
Mit einem Anteil von 40,4 Prozent im Jahr 2009 waren die Diebstahldelikte die am meisten begangenen Straftaten in Oberhausen. Sven Leymann berichtet dazu: „Die Handyabzocke hat sehr zugenommen.“
Doch wie denken Jugendliche selber über ihre Straftaten? Vielen Jugendlichen ist es egal, dass sie Straftaten begehen. Den meisten ist nicht bewusst, welche Folgen auf sie zukommen. Aber es gibt auch Ausnahmen. Einige bitten freiwillig die JuKOB um Hilfe, Tipps und Beratungen.
Trotz einiger Niederlagen und anstrengender Arbeit sind Erps und Leymann zufrieden mit ihrem Traumjob, da sie es interessant finden, mit den Jugendlichen zu arbeiten.
Lisa Bembennek, Meltem Can, Klasse 9f, Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen

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