Starlight Express

Reibungslos rollen

27.05.2010 | 10:47 Uhr
Reibungslos rollen

Gelsenkirchen/Bochum.Die Lichter gehen aus, das Publikum verstummt. Alle Blicke sind auf die Bühne gerichtet. Spannung liegt in der Luft. Dann geht es los: 26 Musicaldarsteller – 24 davon auf Rollschuhen und zwei auf Inlineskates, rasen an den Zuschauern vorbei, tanzen, singen und begeistern an fünf Tagen in der Woche bis zu 1600 Besucher pro Show. Das allein schafft nur Starlight Express, das erfolgreichste Musical der Welt.

Es erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen, dessen Lokomotiven im Traum lebendig werden und an der Weltmeisterschaft teilnehmen.

Doch wer sorgt eigentlich für das richtige Schuhwerk für die Locomotion, die Bewegung, bei Starlight Express? Dafür ist das „Skate Department“ zuständig. Dieses setzt sich aus fünf Mitarbeitern zusammen. Ihre Aufgabe: Die Rollschuhabteilung sowie die Pyro- und Nebeltechnik.

„Der allgemeine Begriff für Pyrotechnik ist Knallkörper“, erklärte Bernd Düker vom Skate Department. Während der Vorstellung ist dies durch Sprühfunken, ausgehend von den Kostümen einiger Darsteller und durch andere Showeffekte zu bewundern.

Das eigentliche Augenmerk des Skate Departments liegt aber bei der Herstellung und Reparatur der Rollschuhe. Es umfasst ein ganzes Sortiment an Achsen, Stoppern und anderen Sachen und ist somit auch eine Art Ersatzteillager.

„Diese bestehen aus 146 Einzelteilen, welche als Rohlinge aus Übersee geliefert werden. Als Grundmodell dienen Schlittschuhe, die wir umarbeiten“, erzählte Bernd Düker. „Entsprechend der verschiedenen Rollen werden die Schuhe wenn nötig auch gefärbt.“ Backstage sorgt die Crew des „Skate Departments“ für den reibungslosen Ablauf der Show, indem sie Defekte an den Rollschuhen so schnell wie bei einem Formel-1-Boxenstop reparieren. Düker: „Das Publikum bekommt von all dem nichts mit. Die Ersatzteile wie Räder und Schnürsenkel tragen wir in unseren Gürteln.“ Durch helfende Hände aus dem Hintergrund ist es erst möglich eine so bezaubernde Vorstellung darbieten zu können.

Joelle Salumu, Jil Bareuther, Klasse 8a, Grillo-Gymnasium

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