Gewalt

Kinder an der Waffe

07.06.2010 | 12:02 Uhr
Kinder an der Waffe

Gelsenkirchen. 250 000 Kinder und Jugendliche werden in Kriegs- und Krisengebieten weltweit als Kindersoldaten missbraucht. Viele von ihnen werden entführt, gefoltert und zum Töten gezwungen. Die Hilfsorganisation Unicef versucht, den Kindern zu helfen.

Eigentlich müssen Kinder in diesem Alter gefördert und geschützt werden, doch dies wird nicht zugelassen. Anstatt mit selbstgebauten Spielzeugen zu spielen, bekommen sie Waffen in die Hand gedrückt. Dies erfuhren wir bei einem Besuch bei Unicef, der Hilfsorganisation, die sich weltweit um die Belange hilfloser Kinder kümmert.

Diese grausamen Ereignisse passieren in der ganzen Welt, besonders aber zur Zeit im Sudan, im Kongo, Kolumbien und Sri Lanka, obwohl 120 Staaten das Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet haben, das den Einsatz von Minderjährigen im Krieg verbietet. Trotzdem halten sich vor allem viele nicht-staatliche militärische Gruppen nicht an diese Grundsätze.

Zu Grausamkeiten gezwungen

Viele Menschen stellen sich die Frage, warum an Kindern solche schlimmen Taten begangen werden und wie die Kinder in so einer Situation ruhig bleiben können. Die meisten Kindersoldaten werden unter Drogen gesetzt. Da Kinder keine Widerworte geben, wenn Gewalt angewendet wird und dann ohne konkrete Nachfragen alles tun, was ihnen gesagt wird, stehen sie für viele Rebellengruppen an oberster Stelle für die Ausbildung als Soldat. Wer nicht gehorcht, riskiert sein Leben. In rund 50 Staaten werden ungefähr 250 000 Kinder im Krieg als Soldaten eingesetzt. Oft werden sie zu schrecklichen Grausamkeiten gezwungen.

Es gibt viele verschiedene Methoden, wie Rebellen Eltern zwingen, ihre Kinder herzugeben. Die Eltern wissen meist nicht, wo ihre Kinder landen und wann sie wieder zurückkommen. Das Geschlecht spielt dabei keine Rolle. Meist werden die Mädchen sexuell missbraucht und als Köchinnen oder Leibwächterinnen benutzt. Rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche werden weltweit zum Arbeiten gezwungen, zum Beispiel zur Prostitution oder als Soldaten.

Unicef ist eine weltweite Hilfsorganisation die 1946 in New York gegründet wurde. Heute arbeiten die Mitarbeiter in über 150 Ländern. Unicef versorgt jedes zweite Kind mit Impfstoffen und stellt Schulmaterialen für Millionen Kinder bereit. Außerdem unterstützt die Hilfsorgansiation die medizinische und psychologische Versorgung der Opfer. Die Organisation hat das Ziel, die Lebensbedingungen der Kinder nachhaltig zu verbessern und die Kinderrechte für jedes Kind zu verwirklichen - in jedem Land der Erde.

Romina Ostoff, Kübra Esen. Klasse 9f, Evangelische Gesamtschule

Zeus-Reporterin

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Kommentare
18.06.2010
12:36
Kinder an der Waffe
von Jeff Bennett | #17

Ein bewegendes Video der Diskussionsveranstaltung Gestohlene Kindheit des Vienna Institute for International Dialogue & Cooperation (VIDC) in Wien über die Psychologischen Folgen von Krieg, Kinderrechte und Asylprobleme der oft allein flüchtenden ehemaligen Kindersoldaten ist hier auf etalks.tv nachzusehen:

http://etalks.tv/blog/2010/04/28/gestohlene-kindheit/

09.06.2010
17:16
Kinder an der Waffe
von Lisa | #16

Tja kann man ja nichts mehr machen....

09.06.2010
10:49
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von Beate | #15

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09.06.2010
10:49
Kinder an der Waffe
von Beate | #14

Ja ist richtig der Artikel musste echt in die Zeitung, aber ist ja vorbei....Schade

09.06.2010
10:48
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von Beate | #13

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09.06.2010
10:48
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von Beate | #12

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09.06.2010
10:48
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von Beate | #11

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09.06.2010
10:48
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von Beate | #10

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09.06.2010
10:48
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von Horst Schlemmer | #9

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09.06.2010
10:48
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von Horst Schlemmer | #8

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