Menschheitsfragen

Glück – was ist das?

31.05.2010 | 18:41 Uhr
Glück – was ist das?

Gelsenkirchen.Gestern habe ich die Zeitschrift „Glück“ – ein Magazin von Westlotto – in der Hand gehalten, eine Glückszeitschrift für Lottospieler. 21 Millionen Euro sind im Jackpot – ein Anreiz Lotto zu spielen, um dieses viele Geld zu gewinnen? Aber macht Geld wirklich glücklich? Hängt das glück überhaupt vom Geldbeutel ab?

Glück – was ist das überhaupt?

Das aus dem mittelhochdeutschen „gelücke“ bezeichnet, wie etwas (gut) ausgeht. Daraus wurde dann unser Wort „Glück“. Es unterscheidet allerdings nicht zwischen Glück haben, einen Glücksmoment haben und dauerhaftem Glück. Diesen Unterschied kennt kaum jemand.

Zum Beispiel hielt sich Krösus aufgrund seines Reichtums für den glücklichsten Menschen auf Erden. Andere sehen in der seelischen Unerschütterlichkeit und körperlichen Gesundheit das größte Glück.

Die Christen sehen in Gott den Glücksbringer. Glück ist, die Gebote Gottes zu halten. Oder der Mensch selbst ist seines Glückes Schmied. Das Glück des Menschen liegt in ihm selbst begründet. Glück ist, was allen nutzt, nicht zuletzt durch Geld aus dem Lottospiel. Zumindest der Fiskus und die Lottogesellschaft verdienen hier an diesem Verlustgeschäft. Die Deutschen geben jedes Jahr rund fünf Milliarden Euro beim Lottospielen aus und hoffen zum Beispiel jetzt auf den Jackpot von 21 Millionen Euro.

Die Wahrscheinlichkeit jedoch, diesen zu erringen ist zwar sehr gering, aber nicht unmöglich. Dieses Glück währt im Schnitt gerade mal drei Monate, dann pendelt sich der Glückslevel wieder auf das alte Niveau ein – wenn die Lottospieler Glück haben.

Drei Jahre nach einem großen Geldgewinn leiden Lottogewinner häufiger an Depressionen als die im Spiel glücklosen Durchschnittsspieler. Zwar haben sie Angst, weil sich ein sorgloses Leben nicht einstellt. Angst, das Kapital zu verlieren, Angst, nur wegen des Geldes geliebt zu werden.

Geld macht einsam, aber auch glücklich – zumindest die Armen. Unbestritten: Mehr Geld erhöht den individuellen Nutzen oder die Lebenszufriedenheit. Ist aber ein bestimmtes Niveau erreicht, erhöht mehr Geld das Lebensglück kaum noch (ähnlich dem Grenznutzen der Ökonomie). Ganz im Gegenteil nimmt die Lebenszufriedenheit im Laufe der Zeit wieder ab.

Was kann man aber tun, um glücklicher zu werden, bzw. um glücklich zu bleiben?

Viel Zeit mit anderen Menschen verbringen, Freundschaften schließen und alte Freundschaften aktivieren. Freunde machen glücklich. Geld kann auch glücklich machen, aber eben nur vorübergehend und Glücksspiel wie die Zeitschrift „Glück“ sagt, kann sogar süchtig machen.

Fariba Faradjpour, Klasse AS2b, Weiterbildungskolleg Emscher-Lippe Gelsenkirchen

Zeus-Reporterin

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