Zusammenleben schwer gemacht!
16.05.2011 | 11:54 Uhr 2011-05-16T11:54:00+0200
Essen. Egal wo man entlang läuft, ob man einkaufen fährt, man wird immer mit dem Thema Migration konfrontiert. Ein Thema , zwei Schülermeinungen.
Aus Migranten-Sicht:
Ich bin selber gebürtige Marokkanerin und weiß aus eigener Erfahrung, wie das ist, wenn man schief angeguckt wird. In der Schule werden falsche Antworten und schlechtes Deutsch erwartet. Wie soll man da noch motiviert sein, sich zu integrieren? Selbst wenn man es versucht, es gibt immer jemanden, der einen nicht akzeptiert. Was bedeutet überhaupt Integration? Sich so zu kleiden wie die anderen, oder dasselbe zu essen? Natürlich ist es wichtig die Sprache zu lernen und arbeiten zu gehen, um selbstständig zu werden. Aber Migranten nur wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft zu diskriminieren, ist nicht in Ordnung.
Aus deutscher Sicht:
Ich bin Deutsche und kann sehr gut nachvollziehen, dass sich Migranten diskriminiert fühlen. Oft erlebe ich, wie in Läden ganz besonders auf ihre Finger geachtet wird oder Frauen mit Kopftüchern unverständig angeguckt werden. Sogar wenn sie in der Straßenbahn reden, machen sich andere über ihre Sprache lustig. Aber auch im Fußballstadium werden Spieler mit dunkler Hautfarbe von den Zuschauern diskriminiert. Ich finde dieses Verhalten respektlos, denn wir sind keine besseren Menschen. Wenn wir uns weiterhin so verhalten, haben sie kaum eine Chance sich zu integrieren. Wiederum verstehe ich nicht, wie man sich als Frau mit einer Burka (Ganzkörperschleier) bekleiden kann, während Männer Hosen und Hemden tragen, in denen sie sich frei bewegen können. Das empfinde ich als frauenverachtend.
Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass, wenn wir aufhören würden, an Vorurteile zu glauben, nachfragen und genauer hinsehen würden, alle besser miteinander auskommen würden.
Anna Wölki und Faiza Khnaffssi, Klasse: 8b, Viktoria-Schule

09:13
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