Gesundheit

Wenn Kinder todkrank sind

23.05.2011 | 11:27 Uhr
Wenn Kinder todkrank sind
Tot und Krankheit sind nie einfache Themen. Doch wenn ein Kind stirbt, ist es für die Angehörigen oft besonders schlimm. Foto: Markus Joosten / WAZ FotoPool.

Essen.Viele Kinder leiden an einer Krankheit, die zum Tod führt. Auch in Deutschland gibt es solche Fälle. Eine solche Erfahrung ist häufig mit Trauer, Ängsten und Fragen der Betroffenen und ihren Angehörigen verbunden. Sie fühlen sich mit der Situation überfordert und suchen Hilfe und Unterstützung.

Eine solche Hilfe bietet der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF). Die Organisation wurde 1905 gegründet und ist im Laufe der Jahrzehnte immer mehr gewachsen. Heute betreut sie viele verschiedene Projekte. Dazu zählt unter anderem das KinderPalliativNetzwerk (KPN) Essen, das im Jahr 2006 entstand. Zu den Aufgaben der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter gehören die Begleitung und Unterstützung der betroffenen Kinder und ihrer Familien.

Sven Kaiser (Name von der Redaktion geändert),ein Mitarbeiter, erklärt, wie diese Arbeit aussehen kann: „Ich begleite seit fast einem Jahr einen zwölf jährigen Jungen, der an Muskelschwund erkrankt ist. Ich besuche ihn einmal wöchentlich. Bei gutem Wetter gehen wir in den Park, machen Fotos, holen uns etwas Süßes beim Bäcker, oder essen ein Eis. Bei schlechtem Wetter spielen wir Gesellschaftsspiele, besuchen auch mal das Internet, oder schauen uns Filme an. In dieser Zeit geht seine Mutter mit dem jüngeren Bruder zum Sport, oder unternimmt etwas für sich. Das sind geschenkte zwei Stunden für die Familie. Auch das gehört zur Begleitung, dass die Familie entlastet ist.“

Außerdem berichtet er, wie er darauf gekommen ist, todkranke Kinder zu begleiten. „ Einmal im Jahr, am 10. Februar, gibt es den Tag der Kinderhospizarbeit. Diesen besuchte ich und durch Veranstaltungen und Informationen wurde ich auf das KPN aufmerksam. Ich war auf der Suche nach einer sinnvollen Arbeit außerhalb meines Berufes. Ich habe drei gesunde Töchter. Diese Tatsache macht mich sehr froh und dankbar. Das hat mich dazu gebracht von diesem Glück, was ich habe, an andere etwas abzugeben, die dieses Glück nicht haben können.“

Aus diesem kleinem Einblick, lässt sich schnell ableiten, dass diese Kinder und deren Familien Hilfe benötigen. Das KinderPalliativNetzwerk ist immer auf der Suche nach Menschen, die diese Arbeit ehrenamtlich ausüben wollen und bildet Interessierte auch aus, um möglichst viele Familien begleiten zu können.

Insa Buiting, Klasse: 8d, B.M.V.-Schule, Essen

Zeus-Reporter

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