Sein Name ist Pofalla, Ronald Pofalla
23.03.2009 | 18:32 Uhr 2009-03-23T18:32:00+0100
Der CDU-Generalsekretär ist - unter anderem - James Bond-Fan. Und er erzählt sich mit der Kanzlerin auch schon mal Witze. Sagt er jedenfalls.
Im Wahljahr 2009 interviewte ich den Generalsekretär der CDU und Essener Rechtsanwalt Ronald Pofalla. Von manchen Antworten des 49-Jährige werden Sie sicher überrascht sein.
Zeus: In welcher Stadt wohnen Sie?
Ronald Pofalla: In meiner Geburtsstadt Weeze, eine kleine Stadt am Niederrhein mit etwa 10 000 Einwohnern. In Weeze bin ich geboren, zur Schule gegangen und habe dort bereits 1979 ein Ratsmandat als 19jähriger erworben.
Zeus: Welche Schule haben Sie früher besucht?
Ronald Pofalla: Nach der Grundschule habe ich die Hauptschule besucht. Später habe ich die Fachoberschule für Sozialpädagogik besucht und die Fachhochschulreife erworben. In der Grundschule war ich eher schlecht. Als ich älter wurde, habe ich mich mehr angestrengt und wurde ein immer besserer Schüler.
Zeus: Waren auch Ihre Eltern politisch engagiert bzw. wie sind Sie zur Politik gekommen?
Ronald Pofalla: Meine Eltern waren nie politisch engagiert. Über die Schülervertretung ist mein politisches Interesse geweckt worden. Dann trat ich zunächst der Schüler-Union und später der Jungen-Union bei.
Zeus: Haben Sie noch Kontakt zu alten Freunden, die nicht berühmt sind?
Ronald Pofalla: Natürlich. Meine ältesten Freunde stammen aus der Hauptschulzeit. In Weeze treffe ich sie manchmal.
Zeus: Welche Sendungen oder Filme sehen Sie gerne?
Ronald Pofalla: Im Fernsehen interessieren mich vor allem Dokumentationen über historische Fragen. Und ich bin ein James-Bond-Fan.
Zeus: Haben Sie noch Zeit für Hobbys?
Ronald Pofalla: Wenig. Aber wenn ich Zeit habe, jogge ich gerne und fahre Fahrrad.
Zeus: Ich habe gehört, dass Sie auch in dem Karnevalsverein „Gemütlichkeit Rellinghausen” Ehrensenator sind. Wie ist es dazu gekommen?
Ronald Pofalla: Weil ich seit vielen Jahren zu fast allen Karnevalssitzungen des Vereins gehe und schon mal eine Laudatio auf den Ehrensenator des Vereins, Oberbürgermeister Reiniger, gehalten habe.
Zeus: Werden Sie auf der Straße häufig erkannt?
Ronald Pofalla: Ja, das passiert häufig. Die Menschen sind aber immer sehr freundlich zu mir.
Zeus: Ist Ihnen Ihre Berühmtheit im Alltag und in der Freizeit eher lästig oder ist sie überwiegend vorteilhaft?
Ronald Pofalla: Weder noch. Ich gehe offen auf die Menschen zu, wenn sie mich erkennen und mich ansprechen. Ich bin aber genauso froh, wenn ich mal nicht erkannt werde.
Zeus: Sie sind fast täglich im Fernsehen zu sehen. Sind Sie bei öffentlichen Auftritten noch aufgeregt?
Ronald Pofalla: Eine Grundnervosität ist geblieben. Das muss auch so bleiben. Bei der Vielzahl der Auftritte hat die Nervosität aber doch nachgelassen. Bei besonderen Anlässen bin ich aber so nervös wie früher.
Zeus: Ist Ihnen vor der Kamera mal Peinliches passiert?
Ronald Pofalla: Was wirklich Peinliches glaube ich nicht. Dennoch verspreche ich mich mal. Das ärgert mich dann doch. Manchmal sind Versprecher aber auch lustig und dann muss ich selber lachen.
Zeus: Suchen Sie Ihre Kleidung selbst aus oder bekommen Sie von Stylisten gesagt, was Sie anziehen sollen?
Ronald Pofalla: Ich kleide mich selber und werde nicht beraten.
Zeus: Sie arbeiten eng mit Bundeskanzlerin Merkel zusammen. Unsere Leser würde es interessieren, wie sie privat so ist.
Ronald Pofalla: Sie ist ganz normal geblieben. Man kann mit ihr lachen, Witze erzählen und auch offen über ernste Themen reden.
Julie Hermes, Klasse 8e, BMV-Schule

18:18
Mal ein Interview ohne Popstar, echt gut ;)