Soziale Netzwerke
„Mobbing geht gar nicht“
10.08.2010 | 15:40 Uhr 2010-08-10T15:40:00+0200
Essen.SchülerVZ ist wohl die beliebteste Internetseite bei Jugendlichen. Die Zeus-Reporter Jonas Kotala und Kilian Langer aus der Klasse 8a der Realschule am Stoppenberg hatten Gelegenheit, dem SchülerVZ-Marketing-Mitarbeiter Christoph Schmid einige Fragen zu stellen.
Wie sind Sie zum SchülerVZ-Team gekommen?
Zum Zeitpunkt, als SchülerVZ Anfang 2007 gegründet wurde, habe ich mit dem damaligen Projektleiter des ersten SchülerVZ-Teams zusammen studiert. Soziale Netzwerke waren noch relativ neu und obwohl ich zu Anfang dem Aufbau einer solchen Plattform skeptisch gegenüber stand, hat mich das Prinzip eines solchen Netzwerkes sehr fasziniert. So sind wir ins Gespräch gekommen, bis ich mich dann am Ende 2007 offiziell beworben habe und auch eingestellt worden bin. Ich arbeite bei SchülerVZ auch heute noch, da wir mit vielen Aktionen Neuland betreten und es spannend ist, wie sich dieser Bereich entwickelt und welche Auswirkungen unsere Arbeit zusammen mit den Nutzern auf die Alltagsgestaltung vieler verschiedener Menschen haben kann.
Verstehen Sie sich mit ihrem Team?
Ich würde spontan behaupten, ich habe das beste Team der Welt. Gute Teamarbeit ist das wichtigste, insbesondere in Stresssituationen.
Können Sie diesen Beruf weiterempfehlen?
Meinen Beruf gibt es in der Form ja noch gar nicht so lange. Im weitesten Sinne ist das zwar Marketing, aber wir bewegen uns noch so oft auf unbekanntem Terrain, dass wir gleichzeitig auch Forscher, Entdecker und Philosophen sind. Insofern kann ich den Beruf sehr empfehlen.
Welche Voraussetzungen müsste man erfüllen um bei ihnen zu arbeiten ?
Welchen Notendurchschnitt man auf dem Zeugnis und welche Noten speziell in einzelnen Schulfächern braucht, hängt sehr stark davon ab, in welchem Bereich man tätig sein möchte. Bei uns arbeiten beispielsweise Informatiker, Betriebswirte, Juristen und Pädagogen, die für ihre Arbeit ganz verschiedene Fähigkeiten benötigen. Wichtig ist, dass man bereit ist, sich zu engagieren. Im Idealfall hat man in der Vergangenheit schon einmal ehrenamtlich gearbeitet, mit Freunden ein Projekt auf die Beine gestellt.
Wie finden Sie es, dass immer mehr Schüler bei SchülerVZ mobben?
Mobbing geht gar nicht – weder auf dem Schulhof noch bei SchülerVZ. Das sagen wir auch in unserem Kodex, den jedes Mitglied von SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ bei seiner Registrierung verpflichtend anerkennt. Gleich an erster Stelle des Verhaltenskodex‘ fordern wir die Mitglieder auf, freundlich zu sein. Wir möchten, dass die Mitglieder von SchülerVZ eine Gemeinschaft bilden.
Was unternehmen Sie gegen Mobbing? Wie kann man das vermeiden?
Alle unsere Nutzer können uns über einen Melde-Button auf Profile und Inhalte aufmerksam machen, die gegen unseren Kodex verstoßen. Wir prüfen die Sachlage in jedem Fall, wobei wir auch den Kontext des gemeldeten Inhalts betrachten. Handelt es sich um einen Verstoß gegen unsere Regeln oder gegen das Gesetz, so ergreifen wir Maßnahmen. Diese reichen von einer Verwarnung des Nutzers, einer Löschung der gemeldeten Inhalte und einer Sperrung oder Löschung des Profils bis hin zur Kontaktaufnahme mit Behörden.
Jonas Kotala und Kilian Langer, Klasse 8a, Realschule am Stoppenberg, Essen

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