Tanzen

Leben unter Musik

22.05.2012 | 16:29 Uhr
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Leben unter Musik
Auch im TV ist Tanzen „in“: Die vielfache deutsche Meisterin in der Rhythmischen Sportgymnastik, Magdalena Brzeska, tanzt am Mittwoch (09.05.12) im MMC Fernsehstudio in Köln in der RTL-Fernsehshow „Let’s Dance“ mit ihrem Partner, dem Profitänzer Erich Klann. In der neunten Folge der Staffel wagten sich die verbliebenen vier Prominenten jeweils mit einem Profitänzer auf das Tanzparkett und tanzen um den Einzug ins Halbfinale. Foto: Hermann J. Knippertz/dapd

Essen.   Die Zeus-Reporterin Lisa Musiev ist leidenschaftliche Tänzerin – warum, erklärt sie für Zeus.

Die, die wenigstens schon einmal in die Welt des Tanzes eingetaucht sind, werden für immer dieses zauberhafte Gefühl in sich tragen, welches mit vielen Emotionen und positiver Energie angefüllt ist: Tanzen ist gleichermaßen Sport als auch Kunst, bezaubernd und anstrengend zugleich.

Mein Hobby ist der Tanzsport. Seit zehn Jahren bin ich schon mit meinem Tanzpartner Alex dabei und immer noch eine begeisterte Tänzerin. Lateinamerikanische- und auch Standardtänze sind Teil meines Sports. Das ist eher die klassische Art zu tanzen und zwar als Paar. Eben auf eine andere Art und Weise als es heute so üblich ist. Meiner Erfahrung nach finden sowohl jüngere als auch ältere Leute Spaß am Tanzen oder auch am Zugucken.

Mein Sport ist in drei Disziplinen eingeteilt: Latein, Standard und „10-Tänze“. Latein sind eher die schnelleren und aufregenderen Tänze. Standard tanzt du in einer Haltung und die Tänze sind eher langsam aber dennoch schwungvoll. Diese beiden Tanzarten werden in dem „10-Tänze“ Part kombiniert.

Jedes Mal wenn Du im Training stehst, ist volle Konzentration angesagt: Und das heißt fast jeden Tag trainieren! Denn wenn du einmal richtig angefangen hast, Tanzen ernst zu nehmen, trainierst du vier bis fünf Mal die Woche. Es ist immer wieder ein anstrengendes Training, doch Du darfst nie vergessen, dass es dir auch riesigen Spaß macht. Denn sonst kriegst Du nichts hin und kommst nie an die Spitze, wo Du natürlich auch mitmischen willst!

Jedes Training ist dazu da, Dein Tanzen auf einem Turnier zu verbessern oder so gut wie möglich zu präsentieren. Es gibt Wertungsrichter, die bei einem solchen Turnier am Rand stehen und Deine momentane Leistung bewerten. Am Anfang werden alle Paare in mehreren Runden aufs Parket gelassen und von Runde zu Runde werden es immer weniger. Bis es schließlich zum Halbfinale oder sogar für das eine oder andere Paar auch zum Finale kommt. Sechs Paare gehören ins Finale - nur die Besten. Das ist der Höhepunkt des Tages und alle sind begierig darauf, das Ergebnis zu erfahren. Natürlich fiebern auch Eltern, Freunde oder Bekannte begeistert mit. Im Finale werden Wertungen angezeigt: Zahlen von eins bis sechs, welche die Plätze bestimmen. Und dann, endlich kommt die Siegerehrung. Die Paare werden hintereinander aufgerufen, beglückwünscht und geehrt. Zum Glück kann ich auch von mir selber sagen, dass ich das Gefühl schon mal erlebt habe, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen und sich in diesem Moment einfach nur glücklich zu fühlen.

Natürlich gibt es verschiedene Turniere, sowohl internationale als auch nationale. Die Deutsche Meisterschaft ist das wichtigste Turnier im Jahr und wer dort ganz oben auf dem Treppchen steht wird für eine WM qualifiziert. Das ist Aufregung pur. Auch ich hab schon an zwei Weltmeisterschaften teilgenommen und das war einfach unglaublich. Erstens hast Du das Gefühl zu tanzen wie noch nie und zweitens kannst Du auch andere Spitzenpaare beobachten und kennenlernen.

Ich glaube nicht, dass Tanzen einfach nur noch ein Hobby für mich ist. Es ist langsam zu einem Teil von mir selbst geworden. Es macht einen auch selbstbewusster und freier, hilft seine Gefühle besser auszudrücken und macht Dich glücklich. Von daher würde ich jedem vorschlagen, es einmal auszuprobieren und vielleicht auch Gefallen daran zu finden. Denn mit Musik geht alles!

Lisa Musiev, Klasse 8b, Burggymnasium, Essen

Zeus-Reporterin

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