Musik

K-pop – der neue Musikstil

21.05.2012 | 16:52 Uhr
K-pop – der neue Musikstil

Essen.   K-pop steht für Koreanische Popmusik und ist in ganz Asien und mittlerweile auch schon in Amerika, Europa und Australien bekannt. Viele Menschen begeistern sich für die sogenannte „Hallyu Wave“ ( „Koreanische Welle“) und es werden tagtäglich immer mehr Fans.

Der Musikstil enstand Mitte der 90er und kommt aus Süd Korea. Inspiriert von westlichen Boy- und Girl-Groups besteht eine Band meistens aus etwa vier bis neun oder manchmal sogar 13 Mitgliedern. Die sogenannten „Idols“ (d.h. Stars) werden oft durch „Castings“ oder manchmal sogar auf der Straße entdeckt. Die heutigen Bandmitglieder kommen aus ganz normalen Verhältnissen und sind entweder von einem Repräsentanten einer Musik Company (Firma) entdeckt worden oder sie sind freiwillig zu einer der Companys gegangen und haben dort ihr Talent gezeigt. Bei einem Casting geht der Kanditat meist in einen Raum und muss vor ca. drei Juroren sein Talent vorführen.

Es gibt die Kategorie Sänger/Tänzer/Schauspieler oder Model und jeder Kanditat muss dafür geeignete Vorbereitungen treffen, wie zum Beispiel eine CD mitbringen, um zu der Musik zu singen. Danach wird entschieden, ob der Kandidat genug Talent besitzt und je nachdem wird er in die Company aufgenommen oder abgelehnt. Wird er aufgenommen, so bedeutet das hartes Training. Die sogenannten „Trainees“ werden dann im Singen, Tanzen, Schauspielerei und einer Fremdsprache, wie zum Beispiel Japanisch oder Englisch unterrichtet. Sie trainieren über mehrere Monate und diejenigen, die sich am meisten anstrengen, werden zusammen mit den anderen erfolgreichen „Trainees“ in eine Gruppe zusammen gestellt, die dann die spätere Boy- oder Girl-Group bilden wird. Manche Stars berichten, dass sie vier Jahre trainiert haben, andere berichten von sieben oder sogar zehn Jahren.

Wie lange ein Kandidat trainiert, hängt von seinem Talent ab. Da der Kandidat nicht zwingend Koreanischer Abstammung sein muss, kommt es auch oft vor,das Kandidaten kein Koreanisch sprechen können und somit ebenfalls in Koreanisch unterrichtet werden. Oft kommt es vor, dass einige der heute bereits berühmten Stars früher von vielen Companys abgelehnt wurden, wie etwa Solo-Künstler „Rain“. Er erzählt, er habe sich 18-mal beworben und wurde erst beim letzten Mal angenommen. Oder etwa einige Mitglieder der gerade erst debütierten (das heißt sie sind neu auf dem Markt bzw. haben gerade erst ihr Debüt als Band gehabt) Band „EXO“.

Band Mitglied Baekhyun erzählt, er habe sich bei sehr vielen Companys beworben, doch keine wollte ihn aufnehmen. Letzendlich habe er aufgegeben und wurde aber später beim Proben in seiner Universität von einem Casting-Agenten entdeckt und unter Vertrag genommen. Man sieht, manchmal können sich auch große Talentsucher irren. In Süd Korea gibt es viele Musik-Companys, darunter z. B. „S.M Entertainment“, „JYP Entertainment und „YG Entertainment“. Diese drei Companys werden als „die großen drei“ in Süd Korea bezeichnet, da sie die größten Companys sind und auch die berühmtesten Artisten (Stars) beherbergen. Da hätten wir etwa „Super Junior“. Sie sind eine 13-köpfige Boy Band unter Vertrag bei „S.M Entertainment“ und mittlerweile weltweit bekannt. Erst neulich gaben sie ein Konzert, die sogenannte „Super Show 4“, in Paris und gleich danach in Shanghai und Indonesien. Jeder der Jungs hat seine eigene Persönlichkeit und sein eigenes Talent, was es bei den Fans umso schwerer macht, sich ihren „Liebling“ auszusuchen.

Auch sind einige Band Mitglieder bekannt dafür, dass sie in Koreanischen Fernsehsendungen und Musicals mitspielen, wie etwa Bandmitglied Siwon (gespr. „Shiwon“) oder Kyuhyun. Unter anderem gibt es dann auch noch die Girl Band „2NE1“ (gesprochen „two anyone“), die bei „YG Entertainment“ unter Vertrag steht. Sie bestehen aus vier Mitgliedern und sind ebenfalls rund um den Globus bekannt. Die vier Mädchen sind bekannt als die „Power Frauen“ Süd Koreas und haben mittlerweile sogar schon ein Amerikanisches Album zusammen mit Künstler Will.i.am von den Black Eyed Peas herausgebracht. Auch nicht zu vergessen sind „Big bang“, die 2011 sogar den EMA in Oslo gewannen. Sie sind eine Boy-Band, ebenfalls unter Vertrag bei „YG Entertainment“ und bestehen aus fünf Mitgliedern. Jede Band hat ihr eigenes „Fandom“ (ihre eigenen Fans) und jedes „Fandom“ hat einen speziellen, nur für diese Band zugelassenen Namen. So hat etwa die Band „U-Kiss“ ihren Fans den Namen „Kiss Me’s“ gegeben oder die Band „Super Junior“ nennt ihre Fans „ELF“ (steht für „Everlasting Friends“ dt: „Ewige Freunde“).

Es gibt sogar eigene offizielle Farben nur für die jeweilige Band, zum Beispiel die Farbe der fünfköpfigen Boy Band „SHINee“ ist „Pearl Aquamarin“ und ist eigens nur für „SHINee“ zugelassen. Somit werden auch viele Fanartikel, wie zum Beispiel Armbänder oder „Lightsticks“ in der jeweiligen Farbe verkauft.

Hierzulande ist das sogenannte „Fan Merchandise“ („Fanartikel“) nur über das Internet erhältlich, was bedeutet, dass viele Fans sich die Alben ihrer Stars über das Internet bestellen und sie direkt aus Südkorea zugeschickt bekommen. Die Alben sind immer individuell gestaltet mit Fotobüchern und manchmal auch Fotokarten von den einzelnen Bandmitgliedern. Manchmal gehen bestimmte Stars wie z.b „U-Kiss“ oder „2pm“ auch für eine gewisse Zeit nach Japan und bringen dort Alben in Japanischer Sprache heraus. Dies gilt dem „Promoting“ („Ansehen gewinnen“) der Band, da in Japan der Markt sehr groß ist. Oft gibt es auch von den originalen Koreanischen Liedern einer Band, wie zum Beispiel das Lied „Man Man Ha Ni“ (auch „Am I that easy?“ genannt deutsch: „Bin ich so einfach zu haben?“) von der Band „U-Kiss“, eine Japanische oder manchmal wie bei der zuvor genannten Boy Band „EXO“ eine chinesische Version.Viele Stars sind schon nach Europa gekommen, um hier Konzerte zu geben. Meistens gehen sie nach Frankreich, doch es gab auch schon K-pop Konzerte hier in Deutschland, wie etwa das Konzert der Band „JYJ“ in Berlin oder die sogenannte „Beautiful Show“ von der Band „BEAST“ im Februar dieses Jahres. K-pop erobert die Welt und wer weiß, vielleicht dürfen wir in Zukunft noch mehr koreanische Stars hier begrüßen?

Lina Röttger, Klasse 8c, Burggymnasium, Essen

Zeus-Reporterin

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