Ein Besuch im Kindergottesdienst: Geschichten von Jesus
28.04.2010 | 12:17 Uhr 2010-04-28T12:17:00+0200
Ehrenamtliches Engagement - und dann noch in der Kirche? Was soll das denn? Wo gibt es das denn? So wird gefragt in der heutigen Zeit. Doch das gibt es zum Beispiel in der evangelischen Kirche am Brandenbusch.
Unter der Leitung einer erfahrenen Jugendleiterin bereiten wir in einer Gruppe von Jugendlichen im Alter von 14-19 Jahren den Kindergottesdienst vor. Der Kindergottesdienst wird nur mit Jungen und Mädchen, die zwischen vier und zehn Jahre alt sind, gefeiert. Er findet nicht in der Kirche statt, sondern im Gemeindehaus, damit die Eltern den normalen Gottesdienst in Ruhe und ohne Geschrei feiern können.
Wir erzählen den Kindern etwas von Jesus und Gott. Der Kindergottesdienst ist sehr kindgerecht, denn es werden spezielle Lieder für die Kleinen gesungen und meist wird viel gespielt. Am Anfang wird eine Geschichte von den Jugendlichen erzählt oder ein Theaterstück vorgeführt. Später sprechen wir mit den Jungen und Mädchen darüber, was sie über die Geschichte oder das Theaterstück denken oder warum so etwas passieren konnte. Die Kinder haben dabei sehr gute Gedanken, die sie auch mitteilen.
Angebot findet großen Zuspruch
Dann werden sie in Gruppen nach Alter eingeteilt. Unter der Leitung von zwei Jugendlichen werden viele lustige Spiele gespielt. Sehr beliebt sind zum Beispiel „Schmetterlingsfangen“ oder „Bello, Bello, mein Knochen ist weg“. Die Jungs spielen auch gerne Fußball. Zu jedem Thema im Gottesdienst wird gebastelt. Oft schmücken die Kinder eine Kerze, die sie mit nach Hause nehmen dürfen. Letzte Woche waren in meiner Gruppe Laura, Fynn, Emilia und Gustav. Sie waren alle zwischen vier und sechs Jahren. Das Thema des Kindergottesdienstes war Jesus setzt Zeichen. Wir haben die Kinder gefragt, was damit gemeint sein könnte. Viele meinten, dass Jesus den Menschen etwas sagen beziehungsweise etwas klar machen wollte. Zu dem Thema haben wir eine Art Stoppschild gebastelt. Wenn jemand grün zeigte, durften alle Kinder laut sein, doch wenn die Farbe rot erschien, musste es ganz leise sein.
Fünf Minuten vor Ende des Kindergottesdienstes kommen alle Gruppen noch einmal zusammen um den Abschlusskreis zu machen. Das bedeutet, es wird das Vaterunser gebetet und alle verabschieden sich. Die Eltern holen die Kinder schließlich ab. Dieses ehrenamtliche Angebot der evangelischen Kirche am Brandenbusch findetet sowohl bei den Eltern als auch bei den Kindern großen Zuspruch. Die Gottesdienste sind immer gut besucht.
Sophie Radmacher, Klasse 8e, B.M.V.-Schule, Essen

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