Kinder aus Krisengebieten

Das Friedensdorf als Zufluchtsort

09.05.2012 | 12:19 Uhr
Das Friedensdorf als Zufluchtsort
Am Dienstag, den 29.11.11 wird eine Reportage über den Alltag im Internationalen Friedensdorf Oberhausen in Oberhausen Schmachtendorf gemacht. Es soll ein Einblick in die Arbeit des Friedensdorfes gegeben werden. Foto: Tom Thöne / WAZ FotoPool

Essen/Oberhausen.   Die Zeus-Reporterin Anna Quade hat sich mit dem Friedensdorf in Oberhausen beschäftigt.

Das Friedensdorf in Oberhausen kümmert sich um verletze Kinder aus Kriegsgebieten. In der ganzen Welt gibt es Kriege, in denen nicht nur Erwachsene, sondern auch unschuldige Kinder schwer verletzt oder gar getötet werden. Die Kinder verstehen zum Teil noch gar nicht, warum ihr Dorf, ihr Zuhause angegriffen oder attackiert wird.

Botschafter von Hilfsorganisationen haben sich zur Aufgabe gemacht, dass diese Kinder unter anderem aus den Ländern Afghanistan, Kambodscha, Rumänien, oder Sri Lanka in einem Krankenhaus in Europa untergebracht und kostenlos behandelt werden.

Im Anschluss daran werden sie in Friedensdörfern zur Rehabilitation aufgenommen. Das Friedensdorf Oberhausen zum Beispiel nimmt jedes Jahr circa 1000 betroffene Jungen und Mädchen auf. Der durchschnittliche Aufenthalt liegt bei sechs Monaten. Sind die Kinder anschließend wieder gesund, werden sie in ihre Heimat zurückgeflogen.

Das Ziel des Friedensdorfes ist, dass die Kinder nicht nur verpflegt werden, sondern auch, dass eine pädagogische Basis geschaffen wird, die die Überzeugung beinhaltet, dass Krieg und Gewalt keine Lösung für Konflikte ist. Die Kinder sollen als Botschafter des Friedens wieder in ihre Heimat zurückkehren. Trotz ihrer physischen und psychischen Verletzungen sind die untergebrachten Kinder oft überraschend fröhlich und dankbar für jede Mahlzeit, da Hunger in ihrer Heimat oft ihr Leben bestimmt. Mit Hilfe von sportlichen Aktivitäten, kreativem Basteln und unterschiedlichsten Spielen, versuchen die Erzieher im Friedensdorf, die Lebensfreude der Kinder wieder zu wecken.

Hauptsächlich finanziert sich die Einrichtung aus Spenden, wobei das Spendenaufkommen erfahrungsgemäß jeweils von der aktuellen wirtschaftlichen Situation abhängt.

Sowohl Pädagogen als auch Ärzte helfen ehrenamtlich mit. Bei Interesse kann man das Dorf besuchen und für einen kleinen Betrag eine naheliegende Unterkunft mieten.

Auch die Besucher dürfen mit den Kindern spielen, um einen Eindruck von Leben und Schicksal der ‘Krisenskinder’ zu bekommen.

Anna Quade, Klasse 9a, Carl-Humann-Gymnasium, Essen

Zeus-Reporterin

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