Schalke 04 ist mehr als Fußball
11.11.2010 | 11:40 Uhr 2010-11-11T11:40:00+0100
Gelsenkirchen.Schalke 04 ist mehr als nur ein Fußballclub: Er ist für viele Fans ein Lebensgefühl. Das haben die Zeus-Reporter erfahren, als sie in der Veltins Arena dem Mythos des Vereins auf den Grund gegangen sind. Lena aus Ennepetal war mit dabei.
Was ist die Geschichte Schalkes? Wer war damals besonders wichtig? Wie ist die Arena aufgebaut? Diese und viele andere Fragen stellte ich mir bei meinem Besuch auf Schalke. Im Presseraum wurden wir ZeusReporter herzlich empfangen. Der Pressesprecher des Schalker Fan-Club Verbands, Olivier Kruschinski, führte uns dann durch die Veltins-Arena. Er berichtete uns viel über das Thema „Mythos Schalke“.
Hinter dem Namen „FC Gelsenkirchen Schalke 04“ steckt mehr als nur ein Fußballverein. Im Jahre 1904 wollten Bergarbeiter offiziell Fußball spielen und schlossen sich dem Sport- und Turnverein „Westfalia Schalke“ an. Willi Gieß war der damalige erste Anführer der Fußballmannschaft, die damals noch in den Vereinsfarben Rot und Gelb über das Fußballfeld lief.
Viele traten Verein bei
Nachdem in Gelsenkirchen 20 Jahre leidenschaftlich Fußball gespielt wurde, bekam der Fußballclub den Namen „FC Schalke 04“ und die jetzigen Vereinsfarben Blau und Weiß.
Um auch beim Fußballspielen Geld einzunehmen, wurde das eigene Stadion, die Glückauf-Kampfbahn, gebaut. Dieser Aufwand war nicht billig, somit griff die Stadt Gelsenkirchen dem Verein finanziell unter die Arme. Nicht nur die Stadt half dem FC Schalke 04, auch der Verein half der Stadt in finanziellen Notlagen.
Somit brachte der Fußballverein den Namen der Stadt in den Vereinsnamen ein. Nun trägt der Fußballclub, der mittlerweile einer der größten Fußballclubs weltweit ist, den Namen FC Gelsenkirchen Schalke 04.
Die Stadt Gelsenkirchen hatte im Jahr 1960 circa 400 000 Einwohner, von denen sich viele entschieden, dem Verein beizutreten. Dem zufolge fanden sich immer mehr Fußballtalente. Der S04 wurde immer erfolgreicher.
Veltins Arena ist multifunktional
Das seit 2001 bestehende modernste Fußball-Stadion Europas, die Veltins-Arena, ist multifunktional. Das Dach der Arena kann man innerhalb von 15 Minuten durch ein Flügelsystem öffnen und schließen. Auch das Spielfeld ist beweglich. Der Rasen liegt immer vor der Arena und wird, wenn ein Fußballspiel stattfindet, mit Maschinen über Teflonschienen in die Arena gefahren. In der Arena selbst befindet sich unter anderem eine Kapelle, in der man auch heiraten kann. Der Ort Gottes wird sehr ernst genommen und niemals mit Fußballschuhen betreten.
350 Millionen D-Mark hat der Bau der Veltins-Arena gekostet. Sie ist aus 15 zusammengesteckten Gebäuden ovalförmig aufgebaut.
Olivier Kruschinski begleitete uns Zeus-Reporter dann noch in die 250 Quadratmeter großen Umkleidekabinen, in denen sich nicht nur die Fußballprofis umziehen, sondern auch mal andere Gäste wie zum Beispiel Boxer, Sänger oder Komiker. In diesen Kabinen befindet sich ein TV-, Telefon- und Internetanschluss. Auch ein Whirlpool und kalt gestellte Getränke befinden sich in der Kabine, die für uns Zeus-Reporter luxuriös wirkte, aber für die Profis etwas ganz Normales ist.
Treffen mit ehemaligem Schalke-Profi
Nach anschließendem Buffet im Pressekonferenzraum ging es gestärkt ins Schalke-Museum, in dem wir Klaus Fischer, einen ehemaligen Schalke-Profi, trafen. Klaus Fischer, mittlerweile 60 Jahre alt, kommt aus dem bayerischen Wald und spielte im Alter von 18 Jahren beim 1860 München unter Vertrag Fußball. Angeboten wurden ihm damals 800 D-Mark und zusätzliche Halbtagsarbeit.
Nach zwei Jahren bekam er ein Angebot von Schalke 04, das er direkt annahm. Elf Jahre spielte Klaus Fischer daraufhin beim Club, mit dem er Vizemeister und Pokalsieger wurde. Er schoss für den Verein 182 Tore, unter denen besonders seine zahlreichen berühmten Fallrückzieher-Tore zu betrachten waren. Auch in der Nationalmannschaft wurde Klaus Fischer sehr erfolgreich und wurde nach Gerd Müller der beste Torschütze.
Fischer überzeugt
Heute spielt Fischer in der Uwe Seeler Traditionsmannschaft.
Sehr überzeugend sprach er über seine Eindrücke des heutigen Fußballs, trat mit sehr viel Ahnung von Fußball auf und wirkte sehr freundlich. Autogramme verteilte er noch an uns Zeus-Reporter und dann war der schöne, aufregende Tag, an dem ich viel über den Mythos Schalke lernte, zu Ende.
Lena Schmidt, Klasse 8c, Reichenbach-Gymnasium Ennepetal

0mitdiskutieren