On Air bei “Radio Ennepe Ruhr”
09.11.2011 | 16:40 Uhr 2011-11-09T16:40:00+0100
Hagen. Zeus-Reporter Jan Drucks hat sich gefragt, wer sich da hinter der Stimme in seinem Radio verbirgt. Er nutzte einen Tag in den Herbstferien, um herauszufinden, wie eine Sendung entsteht und wie ein Radiomoderator arbeitet.
Seit ich weiß, dass es den „kleinen Mann im Radio“ nicht gibt, habe ich mir gewünscht, einmal einen Radiomoderator live bei seiner Arbeit zu erleben. An einem Freitag in den Herbstferien habe ich die Gelegenheit, im Rahmen des Zeus Projektes „Radio Ennepe Ruhr“ live zu besuchen.
Pünktlich zu „Infos und dem besten Mix auf Radio Ennepe Ruhr“kam ich um 8.30 Uhr im Studio in der Nähe des Hagener Rathauses an. Eine freundliche Dame empfing mich und erlaubte mir, dem Moderator Andreas Wiese etwa eine Stunde lang über die Schulter zu schauen.
Er war gerade dabei, eine Moderation vorzubereiten, so dass ich erst einmal leise sein musste. Dann durfte ich ihm Fragen stellen, die er zunächst schnell zwischen zwei Musiktiteln oder Moderationen beantwortete, bevor er sich am Ende meines Besuches noch einmal Zeit für ausführliche Antworten nahm. Auf meine Frage, wie er zum Radio gekommen sei und was man dafür können müsse, sagt er mir, dass er schon immer so etwas machen wollte. Außerdem brauche man für den Beruf auf jeden Fall Abitur und sollte und ein Journalistikstudium abgeschlossen haben. Danach könne man noch ein Volontariat anhängen, das vergleichbar mit einer Ausbildung ist, sagte er.
Weil er gerade einen bekannten Song abspielte, frage ich Andreas Wiese, woher der Sender die Musik und die Nachrichten bekommt. Jetzt weiß ich, dass die Musik von den Studios der Künstler bereitgestellt wird und der Radiosender für den Gebrauch eine geringe Nutzungsgebühr an die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) zahlen muss. Die Gebühr ist von der Spieldauer des Musikstückes und den Einnahmen des Radiosenders abhängig. Die Nachrichten und Meldungen aus aller Welt kommen von Auslandskorrespondenten, die vor Ort sind. Diese sind nicht nur für „Radio Ennepe Ruhr“ unterwegs, sondern für mehrere lokale Sender. Während die Lokalnachrichten aus dem Studio direkt moderiert werden, werden die Nachrichten aus aller Welt live zugeschaltet. Die Lokalnachrichten kommen von eigenen Reportern.
Mir ist aufgefallen, dass Andreas Wiese immer wieder auf die Uhr geschaut hat, damit zwischen der Musik und den festen Sendeblöcken wie Werbung oder Nachrichten keine Leerlaufzeiten entstehen. Er gab sich große Mühe, alle meine Fragen zu beantworten, wobei es immer wieder zu lustigen Unterbrechungen kam, wenn das Signal „on Air“ aufleuchtet und er etwas sagen musste. Trotz der Unterbrechungen habe ich an diesem erlebnisreichen Vormittag sehr viel gelernt.
Jan Drucks, Klasse 8f, Wilhelm-Kraft-Gesamtschule, Sprockhövel

0mitdiskutieren