Die Arbeit eines Tierpflegers
22.11.2011 | 12:15 Uhr 2011-11-22T12:15:00+0100
Wuppertal. Seit 23 Jahren arbeitet Klaus Kühn als Tierpfleger im Wuppertaler Zoo. Zeus-Reporter Fabian Großpietsch hat ihn besucht und genau zu seinem Beruf befragt. Dass er sogar Seelöwen füttern durfte, hätte Fabian vorher nicht erwartet.
Weil schon sein Vater Tierpfleger war, stand für Klaus Kühn früh fest, dass auch er diesen Beruf ergreifen wollte. Seit 23 Jahren arbeitet er jetzt im Wuppertaler Zoo. Davor hat er im Zoo in Berlin gearbeitet.
Um Tierpfleger zu werden, sollte man einen guten Hauptschul- oder Realschulabschluss haben, erklärter er und erzählte, dass man in der dreijährigen Ausbildung man alle Bereiche des Zoos kennenlerne.
Auch Laubarbeit muss gemacht werden
Klaus Kühn betreut die Seelöwen, Eisbären, Otter, Bären, Biber, Geparden und Wölfe.
Auf die Frage nach den Arbeitszeiten eines Pflegers antwortete er: „ Meine Arbeitszeit beginnt morgens um acht Uhr und endet im Winter gegen 17 Uhr und im Sommer gegen 17.30 Uhr.“
Zu seinen Aufgaben gehören die Tierpflege, das Säubern der Tiergehege und das Füttern der Tiere. Er gab zu, dass ihm in dieser Jahreszeit die viele Laubarbeit nicht so gefällt.
Am meisten Spaß mache ihm der Umgang mit den Tieren. Er erklärte, dass es ganz wichtig sei, den Kontakt und das Vertrauen zu den Tieren aufzubauen und man durch spielerische Aufgaben den Tieren gewisse Verhaltensweisen beibringen könne.
Auf Anweisung flach auf den Bauch
Klaus Kühn bringt den Seelöwen unter anderem bei, sich auf Anweisung flach auf den Boden zu legen. Dies ist eine nützliche Übung, damit zum Beispiel bei einer tierärztlichen Untersuchung der Seelöwe nicht unnötig mit Medikamenten ruhig gestellt werden muss.
Wichtig sei es auch, nie zu vergessen, dass es sich bei allen Tieren im Zoo um wilde Tiere handelt. Sonst könne es gefährlich werden, betonte der Pfleger. So passieren Unfälle erfahrungsgemäß eher mal im Bereich „harmlose“ Tiere.
Zum Abschluss des Interviews hatte ich die Möglichkeit mir das Gehege der Seelöwen aus der Nähe anzusehen und durfte die Seelöwen mit Fisch füttern.
Fabian Großpietsch, Klasse 8 F, Wilhelm-Kraft-Gesamtschule, Sprockhövel

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