Gesellschaft

Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen

04.11.2011 | 11:23 Uhr
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen
Wenn einer dieser Steine den Kindern auf den Fuß fällt, könnte er ihnen die Zehen zerquetschen. Foto: Unicef

Sprockhövel.   Zeus-Reporterin Vicky Frösche machte sich auf den Weg nach Köln zum Kinderhilfswerk UNICEF, um sich über individuelle Hilfsmöglichkeiten zu informieren. Hier erklärt sie, wie deutsche Schüler Kinder unterstützen können, die jeden Tag aufs Neue für sich und ihre Familien ums Überleben kämpfen.

Euch nervt die Schule und bis zu den Ferien konntet ihr es kaum erwarten? In anderen Ländern wären die Kinder froh, einen halben Tag lang lernen zu dürfen und danach Freizeit zu haben. Ihre Situation ist ganz anders als die deutscher Schulkinder. Viele von ihnen müssen jeden Tag gefährliche Arbeiten verrichten. Damit helfen sie ihrer Familie zu überleben. So müssen zum Beispiel Kinder, die bei weitem noch keine zehn Jahre alt sind, in Flipflops Steine schleppen. Wenn einer herunterfällt, kann er ihnen die Zehen zerquetschen.

Sollten wir diesen Kindern helfen? Gibt es eine Organisation, die uns dabei unterstützt?

Bei der deutschen UNICEF-Vertretung in Köln wurden diese Frage geklärt. UNICEF(United Nations International Childrens Emergency Fund) hilft. „Wir geben den Familien zum Beispiel Schafe oder Ziegen, die die Ernährung sichern“, beschreibt Jennifer Kleeb von UNICEF Köln diese Hilfe. Sie ist für den Informationsservice für Schulen verantwortlich, der zum Bereich Kommunikation und Kinderrechte gehört. „Oder wir vermitteln ihnen Kleinkredite, damit sie ein eigenes Geschäft oder einen kleinen Betrieb gründen können“, sagt sie.

Mit dieser Unterstützung stoppt UNICEF den Teufelskreis. „Nur wenn die Kinder lernen, können sie sich später selbst ernähren und sind nicht auf die Mitarbeit ihrer eigenen Kinder angewiesen“, erläuterte Jennifer Kleeb die Methode von UNICEF.

Wer die Bilder der schwer arbeitenden Kinder sieht, dem dürfte einleuchten: Hier ist Hilfe nötig. „Wir freuen uns besonders, wenn uns Kinder unterstützen“, betonte Jennifer Kleeb. UNICEF hat extra für diese Kinder die „Juniorbotschafter“ erfunden. Sie können alleine oder mit Freunden oder Geschwistern eine Aktionsidee entwickeln und durchführen.

Man kann UNICEF zum Beispiel durch den Verkauf von Weihnachtskarten unterstützen. Von 100 verkauften Karten für 130 Euro gehen rund 100 EUR in die Hilfsprojekte. Dafür finanziert UNICEF einer Familie 3 Schafe als Starthilfe für eine Tierzucht oder kauft Schulmaterial für 20 Kinder.

Vicky Fröschke, Klasse 8b, Wilhelm-Kraft-Gesamtschule, Sprockhövel

 

Zeus-Reporterin

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