Shoppingfrust statt Shoppinglust
04.06.2010 | 14:37 Uhr 2010-06-04T14:37:00+0200
Kreis Kleve.Wenn man an einem sonnigen Frühlingstag durch die Emmericher Kaßstraße schlendert, dann fällt einem einiges ins Auge: Die Außenplätze der Straßencafés, sehr beliebt und schön.
Die Menschen eilen um einen herum, gut gelaunt und heiter. Nur eines sieht man immer weniger: Die jüngeren Leute.
An in die Stadt -
von wegen!
Wie es dazu gekommen ist beschäftigt schon einige. Und wenn man mal hinterfragt, was es überhaupt an Möglichkeiten gibt, fängt man durchaus an zu verstehen. Emmerich ist nun einmal eine kleine Stadt. Kein besonderes Touristenziel, keine Studentenstadt, für Sportfans ist Emmerich kein reizvolles Ziel und für Künstler ebenfalls nicht.
An der Rheinpromenade wohnen größten Teils Pensionierte und Erwachsene nehmen sich hier Zeit für eine kleine Erholungspause. Man findet auch hier nur sehr wenige Jugendliche. Eine von ihnen ist Chantal (13), welche uns verriet, dass sie oft in der Stadt mit Freunden „shoppen“ geht. Sie geht aber lieber ihrem Hobby Fußball nach als in die Stadt zu gehen. Da war sie nicht die einzige. Die meisten Jugendlichen in der Innenstadt sind Mädchen und sind am „shoppen“ interessiert. So auch Lara (13, Gymnasium), die ihr Hobby Reiten mit dem Zeitvertreib Innenstadt gleichsetzt. „Mich stören die leer stehenden Geschäfte“, sagte sie.
Was sind die grundlegenden Wünsche der Jugendlichen? Sehr oft hörte man den Wunsch nach einem Kino, als Abwechslung zum Emmericher Schwimmbad Embricana, welches im Winter nur sehr selten besucht wird.
Konkret genannt wurden auch Pimkie, Orsay, New Yorker, und von Merve (14, Realschule) H&M. Chantal wünschte sich auch mehr Technikgeschäfte. Diese Geschäfte seien einfach mehr an die Jugend angepasst.
Der zentrale Wunsch war: ein Kino. Dadurch, dass man das Rheinparkkino aufgegeben hat, wurde vielen Jugendlichen eine beliebte Freizeitbeschäftigung genommen, Das nächste Kino liegt auf der anderen Rheinseite. So einfach kommt man da aber nicht unbedingt hin.
Besser auf die
Jüngeren hören
Es gibt ein Gymnasium, eine Realschule, eine Hauptschule, ein Förderzentrum und mehrere Grundschulen. Aber wohin mit der ganzen Jugend?
Das Pan ist der Lösung schon einen Schritt näher gekommen: Jeden zweiten Freitag kann man sich dort auf Sitzkissen neue Filme für jede Altersklasse auf einer großen Leinwand ansehen. Und das alles für nur einen kleinen Betrag.
Zu einem bürgernahen Emmerich gehören eben auch die Jüngsten.
Christiana Aldering, Shirin Fakhradin, Julia Bollmann und Monique Herms, Klasse 8b, Willibrord-Gymnasium

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