Reiten
Go Western!
02.06.2010 | 16:21 Uhr 2010-06-02T16:21:00+0200
Emmerich. Reiten ist meine große Leidenschaft. Daher habe ich überlegt, vom Englischen Reiten zum Westernreiten umzusteigen. In einer ersten Westernreitstunde habe ich geprüft, ob mir der Westernreitstil mehr Spaß macht als der Englische.
Die Pferde werden aus dem Stall geholt und zum Putzen angebunden. Wie beim Englischen Reiten werden die Pferde gestriegelt, gebürstet und die Hufe werden ausgekratzt. Der große, schwere Westernsattel wird auf ein rechteckiges Sattelpad gelegt, das auf dem Pferderücken liegt. Das Festschnallen der Gurte übernimmt der Reitlehrer, denn die Gurte sind nach einem anderen System angeordnet als beim Englischen Sattel. Die Trense, die lediglich einen Riemen weniger hat, legt ebenfalls der Reitlehrer an.
Pferd reagiert
auf leichte Impulse
Beim Aufsteigen halte ich mich aus Angst am Sattelhorn fest. Während der Reitlehrer alles erklärt, gleite ich mit meinen Füßen in die langen Steigbügel und reite los. Der Reitlehrer erklärt, dass die Zügel länger als beim Englischen Reiten gehalten werden und dass das Reiten auf Schenkel- und Gewichtshilfen basiert, wobei das Pferd auf Impulse reagieren soll und nicht auf permanente Hilfengebung.
„Warum halte ich die Zügel eigentlich mit beiden Händen? Ich dachte immer, die Cowboys müssten eine Hand frei haben, um das Lasso zu halten“, frage ich. „Am Anfang reitet man mit beiden Händen. Erst wenn man sicher bei der Hilfengebung ist, reitet man einhändig, jedoch reiten auch gute Westernreiter beim Training meistens beidhändig. Bei Turnieren ist dies auch erlaubt, jedoch nur bis das Pferd sechs Jahre alt ist“, erklärt der Reitlehrer.
Der Rücken
muss Schwingen
Um das Tempo zu wechseln, brauche ich ähnliche Hilfen wie beim Englischen Reiten, jedoch muss man aufhören die Hilfen zu geben, wenn das Pferd macht, was man von ihm verlangt. Der Reitlehrer gibt den Tipp, das Pferd rund zu reiten, so dass es einen gebogenen Hals hat, damit der Rücken schwingen kann.
Als die Reitstunde zu Ende ist, steige ich glücklich, aber auch angestrengt vom Pferd. ,Ich musste mich viel mehr konzentrieren als beim Englischen Reiten, deswegen war es auch für den Kopf sehr schwer. Es hat aber großen Spaß gemacht.
Auf die Frage, ob ich auch Turniere reiten muss, antwortet die Besitzerin des Hofes: „Nein, auf unserem Hof reiten ausschließlich Freizeitreiter, die kommen, um sich zu entspannen und den Alltag hinter sich zu lassen. Es gibt aber auch große Turniere mit vielen unterschiedlichen Disziplinen. Da diese Turniere meistens nicht im Fernsehen zu sehen sind, sind sie aber nicht so bekannt, wie zum Beispiel Springreitturniere.“
Ich finde, dass das Westernreiten eine gute Alternative ist und möchte es deswegen weiterführen.
Jana Reintjes, Klasse 8b, Willibrord-Gymnasium Emmerich
Artikel ist erstmalig am 3. Juni 2010 erschienen.

16:29
Ich finde es toll, dass auch mal über andere Reitarten und nicht nur über den Englischen Reitstil berichtet wird. Ich selber reite auf Isländern und auch wenn manches gleich ist ist es doch etwas anderes. Großes Lob für den Artikel: er ist suuuuuper! xD