Tiere

Warten auf Vermittlung

10.11.2009 | 17:45 Uhr
Warten auf Vermittlung

Viele Tiere sind, die im Tierheim leben sind harmlos und sehnen sich einfach nur nach einem liebevollen Zuhause.

Schon ein paar Meter, bevor man das Gelände des Tierschutzzentrum Duisburg betritt, hört man das Bellen der Hunde. „Die meisten Hunde würden einem nichts böses wollen, sondern einfach nur mal spazieren geführt werden”, erklärt Praktikantin Jasmin Käch. Doch nicht nur Hunde suchen hier ein neues Zuhause. Es werden außerdem Kleintiere, Vögel und natürlich Katzen vermittelt.

Wirklich viel Auslaufmöglichkeiten gibt es hier für die Hunde leider nicht, es kann nicht jeder ein riesiges Spielgelände haben. Die besitzerlosen Hunde werden in jeweils drei Häusern, wo sie auf einer kleinen Fläche etwa das nötigste bekommen, untergebracht. Ausnahmen davon sind allerdings größere Hunde, wie Rudelbeschützer. Ein Körbchen mit Decke und manchmal ein persönliches Eigentum befinden sich in diesen Unterschlüpfen. Um den Hunden im Sommer etwas Spaß und Erholung zu bieten, gibt es auf dem Gelände sogar einen Hundepool, worin sie schwimmen dürfen.

Bei den Katzen hört man fast nichts, wenn man die Räume betritt. Es stehen Katzentoiletten und sehr viele Katzenkörbchen bereit, doch die meisten sind unbesetzt. Beim Reinkommen werden wir sofort erfreut von einer anhänglichen Katze begrüßt, sie freut sich, dass jemand gekommen ist, um sie zu streicheln und mit ihr zu spielen. Im Gegensatz zu den Hunden sind die Katzen nicht getrennt sondern zusammen untergebracht. Es ist sehr ruhig, die Katzen scheinen einander einfach zu ignorieren. Ein paar ziehen sich eher zurück, und wollen in Ruhe gelassen werden.

Bei den Kleintieren allerdings sieht es schon etwas mehr so aus wie bei den Hunden: Die Tiere wie z.B. ein Hase sind in einzelnen Ställen untergebracht, die Vögel in einem separaten Raum mit Käfigen.

Für kranke, pflegebedürftige oder neue Tiere gibt es ein Quarantäne-Haus, damit sie wieder gesund werden oder sich an das Tierheim gewöhnen. Auch befinden sich Muttertiere mit ihren Welpen darin.

Aber welche Bedingungen müssen erfüllt sein, um ein Tier zu adoptieren? Bei den Katzen müssen keine besonderen Bedingungen erfüllt sein – anders bei den Hunden. Mit diesen muss man erst fünf Mal spazieren gehen, um herauszufinden, ob es wirklich der richtige Hund ist. Außerdem gibt es dann noch die Probewoche, bei der dann endgültig die Entscheidung getroffen wird. Falls man sich für ein Kleintier entscheidet, muss man immer zwei Tiere aufnehmen. Doch bei allen Tieren muss man die sogenannte Schutzgebühr bezahlen.

„Ich dachte immer, Tierheime sind froh, wenn sie ein Tier vermitteln können?” „Solche Äußerungen hören wir öfter, wenn Interessenten von der Schutzgebühr erfahren”, erzählt uns Markus Pikovszky, Mitarbeiter der Kleintierabteilung. „Die Schutzgebühren sind einfach nötig für das Tierheim. Sie decken zum Teil die Kosten, die durch ärztliche Untersuchungen entstanden sind. Dabei darf man auch nicht die Pflege und das Futter vergessen.”

Im Empfangsbüro, sehen wir eine Familie, die anscheinend einen Baby-Igel gefunden hat. Uns wird erzählt, dass um diese Zeit im Herbst sehr viele davon abgegeben werden, da die Igel das ganze Jahr über Jungtiere bekommen können. Allerdings sind die Jungtiere noch nicht bereit für den Winter, also kümmert sich das Tierheim um sie, bis sie es dann sind.

Maren Rosenberg, Chiara Schröder, Klasse 8b, Mannesmann-Gymnasium

Maren Rosenberg, Chiara Schröder

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