Naturkatastrophen

Unter der Eifel brodelt es

29.10.2009 | 13:05 Uhr

Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Vulkane. Theoretisch besteht auch immer die Gefahr eines Ausbruchs.

Die Wahrscheinlichkeit, dass in Deutschland ein Vulkan ausbricht, denken viele, sei sehr gering. Das stimmt so aber nicht. Denn in der Eifel gibt es immer noch sehr viele aktive Vulkane. Normalerweise bricht dort alle 6000 bis 8000 Jahre ein Vulkan aus. Der letzte Vulkanausbruch liegt nun allerdings schon rund 10 000 Jahre zurück. Das bedeutet, dass ein Ausbruch eigentlich schon lange überfällig ist.

Lava bleibt fest und fließt nicht ab

Unter dem Laacher See in der Eifel lauert eine große Gefahr in Form einer Magmakammer. Die besondere Gefahr in der Eifel ist, dass die Lava bei Ausbruchstemperatur immer noch fest bleibt. Dies hat zur Folge, dass die Lava nicht wie zum Beispiel auf Hawaii abfließt, sondern dass bei einem Vulkanausbruch der Kratersee durch die Lava buchstäblich weggesprengt wird.

Glutlawine würde schnell den Rhein erreichen

Wahrscheinlich denken viele, das sei lediglich Quatsch, aber wenn man zum Laacher See fährt, dann kann man aufsteigende CO-Bläschen sehen. Das heißt, der Vulkan lebt noch. Wenn tatsächlich eine Glutlawine den Berg hinunter saust, erreicht sie nach sieben Kilometern Luftlinie den Rhein. Sieben Kilometer ist für die 400 Stundenkilometer schnelle Glutlawine nichts. Diese Glut würde den Rhein verstopfen, das Wasser würde sich stauen und über die Ufer treten. Die Folge: Das ganze Neuwieder Becken wäre überschwemmt. Zudem droht eine zusätzliche Gefahr: Bricht dieser Damm aus Asche, würde ein Tsunami stärker als in Südostasien ausgelöst. Hierdurch würden sämtliche Städte rund um Bonn und Köln verwüstet.

Messungen rund um den Laacher See

Professor Ulrich Schreiber, Vulkanologe an der Universität Duisburg-Essen, leitet die Untersuchungen am Laacher See. Er möchte erreichen, dass am Laacher See eine Erdbeben- und Gasmessstation gebaut wird, welche rund um die Uhr den Vulkanismus überwacht. Die Gefahr eines Vulkanausbruches in der Eifel wird als so unwahrscheinlich angesehen, dass selbst die Feuerwehren – wie etwa die in Gerolstein – keinen Notfallplan hierfür besitzen.

Im Rhein ist Vulkanismus ebenfalls nachweisbar

Sogar im Rhein ist der Vulkanismus anhand von CO-Bläschen nachweisbar. Ich möchte mit diesem Artikel keine Panik verbreiten, aber ich möchte die Personen ansprechen, die dafür zuständig sind, Messstationen zu bauen.

Steffen Neuhaus, Klasse 8c, Realschule Fahrn, Duisburg 

Zeus-Reporter

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Kommentare
26.11.2011
22:02
Unter der Eifel brodelt es
von MBeeck | #12

Ich habe auch das Gefühl, dass die Vulkane in der Eifel längst über fällig sind. Genau wie im Vogtland da sieht es ja nicht anders aus. Die zahlreichen Schwarmbeben die dort fast täglich geschehen Sprechen eine deutliche Sprache.
Die Stadt Trier wird dann auch betroffen sein, ja nachdem wie sich die Aschewolke bewegen würde.
Wenn man einmal die Erdbebenkarte von Bensberg anschaut, fällt auf das von Plait und den anliegenden Orten immer wieder Erdbeben registriert werden. Ob das Schwarmbeben sind kann ich nicht sagen. Kenne mich damit nicht so gut aus.
Aber Meßgeräte müßten auf jedenfall dort hin.

02.11.2010
16:13
Unter der Eifel brodelt es
von G.K. | #11

Ich habe die gleiche Meinung wie Sie Frau oder Herr Vulkano.
Nur müssten nicht nur dringenst Messstationen aufgebaut werden, sondern auch Evakuierungspläne erstellt werden.
Die Evakuierungspläne dürfen dann aber nicht nur für die Schublade erstellt werden, sondern müssten auch mit den Bewohnern in den Gefahrenzonen durchgeübt werden.
Das ist keine Geldverschwendung und auch keinen Panikmache, sondern im Notfall eine lebensrettente Maßnahme.
Egal ob einer der Vulkane nun in der nächsten Zeit ausbricht, oder doch erst in ein paar Jahre, das weiß niemand, wenn die Vulkane nicht intensive überwacht werden.
Passiert es überraschend, dann kommt der große Jammer, an dem niemand Schuld haben will, jeder schiebt die Schuld auf jemand anders, aber niemand sucht die Schuld bei sich selbst, am wenigsten die, die das Geld für die notwendigen Maßnahmen geben müssten.

Bitte an die Geologen und die dazu gehörenten Geldgeber, überwacht die Vulkane, zur Sicherheit der Bevölkerung.

Ich persönlich wohne nicht in diese betreffende Gebiete, aber mir tun die Menschen leid, wenn sie wegen Sparmaßnahmen sterben müssen,

02.11.2010
00:50
Unter der Eifel brodelt es
von Vulkano | #10

Ich bin auch der Meinung das Messstationen sehr wichtig wären, aber nicht nur in der Eifel.
Im Chebbecken wäre es besonders wichtig, da sich die austretenten Gase wie bei einem aktiven Vulkan verändert haben. Die Schwarmbeben in der Eifel und ganz besonders im Chebbecken vermehren sich, das sind deutliche Vorboten.
Wenn unsere Vulkane hoch gehen, ist niemand darauf vorbereitet, viele Menschen werden sterben, dann ist es leider schon zu spät.
Unsere Regierung hat für alles Geld, aber leider Keines für wichtige Sachen. Naja passt auch nicht in unser Wirtschaftssystem. Unsere Vulkane dürfen sich sowas nicht erlauben. Vulkanausbruch verboten!
Wenn es dann doch passiert und es wird passieren, dann wird nur von einer großen Naturkatastrophe gesprochen, an der nur die Globaleerwärmung Schuld ist, aber nur nicht die Verantwortlichen, die haben wie immer tausende Ausreden.

31.10.2009
23:42
Unter der Eifel brodelt es
von A.O. | #9

Der Punkt ist der : Geld ist nur für solche Sachen vorhanden, mit denen sich wieder Geld verdienen lässt oder die gerade Populär sind. So kann man Wähler gewinnen.
Ein schlafender Vulkan der vielleicht erst in 1000Jahren ausbricht gehört leider nicht dazu.
Nachher ist das gejammer dann wieder groß und keiner wills gewesen sein. Wie immer !!!

31.10.2009
12:41
Unter der Eifel brodelt es
von E.S. | #8

Auch wenn es schon länger vulkanische Auffälligkeiten im Rhein gibt, kann es jederzeit zu einem Ausbruch kommen, deswegen finde ich schon, dass Messstationen wichtig sind. Sehr wichtig.
Denn der Schaden, der entstehen kann, wird nicht nur in materieller Hinsicht ausfallen. Materielles kann man ersetzen. Denkt aber an die Menschen, die dabei umkommen werden, wenn es plötzlich passiert. Menschen kann man nicht mehr ersetzen. Mit keinem Geld der Welt.

30.10.2009
09:55
Unter der Eifel brodelt es
von Thomas.Lau | #7

Sicherlich wäre es sinnvoll die Eifelvulkane systematisch zu beobachten. Allerdings ist der Vulkanismus nicht erst jetzt im Rhein angekommen. Im Jahr 1903 wurde am Rheinufer bei Andernach bereits eine Kohlendioxid-Lagerstätte angebohrt und industriell genutzt. Heute springt dort der größte Kaltwassergeysir der Welt. Auch im Rhein selbst blubbert es seit jeher. Also, keine neuen Erkenntnisse, dass sich dort etwas ändern würde, sondern ehr PR.
Dramatischer ist die Situation im Cheb-Becken im Grenzgebiet zur Tschechei. Dort haben Wissenschaftler einen aktiven Magmenkörper im Untergrund nachgewiesen! Mehr dazu auf meiner HP. www.geonauten.net

30.10.2009
09:55
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von Marc Szeglat | #6

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29.10.2009
18:55
Unter der Eifel brodelt es
von Fabian K. | #5

BITTE an die Personen die zuständig sind Messstationen zu bauen.
Bitte baut sie und überwacht die Eifel, das bißchen Geld was dafür benötigt wird ist nicht zu vergleichen was passiert wenn es passiert.

Die Eifel ist gefährlich und wird noch gefährlicher.

Die Zeit läuft garantiert ab....

30.01.2009
09:55
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von Marc Szeglat | #4

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30.01.2009
09:54
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von Marc Szeglat | #3

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