Tierheim
Über 400 Tiere warten auf ein neues Zuhause
05.11.2009 | 18:48 Uhr 2009-11-05T18:48:00+0100
Das Tierheim ist auf ehrenamtliche Helfer und Spenden angewiesen. Im Monat muss die Einrichtung über 15 000 Euro aufbringen. Vor allem ältere und kranke Tiere sind nur schwer zu vermitteln.
Das 1950 gegründete städtische Tierheim beherbergt 100 Kleintiere, 200 Katzen und etwa 120 Hunde, die alle auf ein neues Zuhause warten. Die meisten Tiere wurden abgegeben, aber das Tierheim hat selbst zwei Tierrettungsautos, mit denen es verletzte, tote oder freilaufende Tiere abholt. Polizei und Ordnungsamt arbeiten mit dem Tierheim zusammen und informieren, wenn sie ein Tier gefunden haben. Zuerst kommen diese in die Quarantänestation, in der sie eine Zeit bleiben müssen, um zu gewährleisten, dass sie gesund sind.
Die Ausgaben des Tierheims im Monat sind enorm hoch – die Tierarztkosten liegen bei ca. 10 000 Euro und die Kosten für Futter bei 3 000 bis 4 000 Euro. Durch Spenden, Vermittlungen und Geld der Stadt werden ein Teil der Kosten abgedeckt, jedoch reicht das Geld immer noch nicht. Das Tierheim ist auf Spenden angewiesen, zum Beispiel stehen in Supermärkten oft Spendenboxen, oder man kann sich melden und ein Spendenkonto beantragen. Wer will kann eine Partenschaft für Hunde oder Katzen übernehmen oder ein „Spaziergänger” werden.
Lehrgang zum Spaziergänger
Dazu muss man einen Lehrgang mitmachen, damit man weiß wie man den Hund aus dem Zwinger holt. So haben die Hunde in der Zeit im Tierheim eine Bezugsperson, die ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich macht. Das Tierheim ist auch sehr dankbar, wenn Decken oder Tücher gespendet werden.
Es gibt Fälle, bei denen ein Tier jahrelang im Tierheim war und dann vermittelt wird. Das ist ein besonders schönes Ereignis. Es kann auch sein, dass dieses Tier überhaupt keine Chance auf eine Vermittlung hat. Dann wird es möglicherweise von einem der Pfleger mit nach Hause genommen. Markus Pikovszky, städtischer Angestellter, sagte, dass mehr Katzen und Kleintiere als Hunde vermittelt würden. Er selbst arbeitet in der Kleintierabteilung, manchmal auch bei den Hunden und Katzen.
Vermittlugsgebühr
Interessenten und Hunde müssen sich zwingend an einander gewöhnen, bevor es zu einer Vermittlung kommt. Mindestens fünf zu absolvierende Spaziergänge sind vorgesehen. „Ich dachte immer, Tierheime sind froh, wenn sie ein Tier vermitteln können.” Solche Äußerungen hört das Tierheim oft, wenn Interessenten sich nach einem Tier erkundigen und dann von der Schutzgebühr erfahren. Die Schutzgebühr deckt einen Teil der Kosten, die durch das vermittelte Tier entstanden sind, ab: ärztliche Untersuchungen, Impfungen oder Kastration.
Alle Vermittlungstiere und Informationen gibt es auf der Internetseite des Tierheims: www.duisburger-tierheim.de
Jana Kothes, Klasse 8c, Mannesmann Gymnasium

08:48
Icgh bin ein Tierfreund, um das gleich einmal vorweg zu nehmen. Für Tiere wird alles, aber auch wirklich alles getan. Wird ein Käfer tot getreten, schreit die ganze Nation auf. Aber stirbt einmal ein Obdachloser bei der baldigen Winterkälte, kümmer das kein Schwein, um beim Tier zu bleiben.
07:07
Nur wer ein Tier aus dem Tierschutz zu sich holt, anstatt das Geschäft mit der Ware Tier durch Nachfrage weiter zu fördern, hilft Tierelend auf lange Sicht zu verringern.
www.tierheimlinks.de