Zoo

Traumberuf Tierpfleger

05.11.2009 | 18:54 Uhr
Traumberuf Tierpfleger

Zeus-Reporter waren unterwegs im Duisburger Zoo und haben dort mit den Angestellten gesprochen. Dabei haben sie festgestellt, dass der Job zwar schön aber auch richtig anstrengend ist.

Im Rahmen des Zeus-Projektes fuhren wir am mit dem Auto von Duisburg-Buchholz zum Duisburger Zoo. Dort erwarteten uns im Robbenrevier die Auszubildende Kerstin Rau und die Tierpflegerin Yvonna Brand.

Seelöwen im Duisburger Zoo. Foto Alexandra Umbach / fotoagentur-ruhr

Yvonna Brand ist schon 20 Jahre im Zoo Duisburg tätig. Von 8 bis 10 Uhr sahen wir uns ohne die Tierpfleger die gut 2200 Tiere des stolzen Zoodirektors Dr. Achim Winkler an. Auf dem Weg zum Robbenrevier beobachteten wir viele Tiere beim Fressen. Unter Anderem auch die Zwergotter. Diese fraßen gerade Küken. Plötzlich kam etwas Kleines angeflogen. Es traf Miriam. Sie schrie: „Was war das?” Alle lachten – nur sie nicht. Dann sah sie auf den Boden und entdeckte, dass es ein Stück Eingeweide eines Kükens war. Ihr wurde schlecht.

Notfall im Robbenrevier

Als es ihr wieder besser ging, liefen wir weiter zum Robbenrevier, mit seinen circa 48 Tieren und mit folgenden Tierarten: Robben, also Seelöwen und Seehunde, Pinguine, Wölfe, Schneeeulen, Polarfüchse, Luchse und den Rentieren. Bei den Rentieren angekommen warteten schon Yvonna Brand und einige Kollegen auf den Tierarzt. Eine der Rentierkühe musste in Narkose gelegt und behandelt werden.

Nach diesem Erlebnis und einer Tasse Kaffee erklärte uns Kerstin Rau, das sie eine drei-jährige Tierpfleger-Ausbildung absolviere. Zu ihren fünf wichtigsten Aufgaben im Robbenrevier zählen: Die morgendliche Runde, bei der die Gesundheitskontrolle durchgeführt wird, die Fütterung, das Reinigen der Gehege sowie das Training mit den Tieren. Für das Training mit den Tieren benötigt man viel Geduld und ein Gefühl für die Tiere.

Schwere Fischblöcke

Als Kerstin Rau uns die Fischküche näher brachte, sahen wir die anstrengende Seite dieses Jobs, weil man die bis zu 20 Kilogramm schweren Fischblöcke tragen muss. Auf die Frage, ob Yvonna Brand eine besondere Beziehung zu einem Tier hat, erklärte sie uns: „Ich habe alle Tiere gleich lieb. Allerdings muss die See-löwendame Katja anders behandelt werden als die übrigen Tiere, weil sie eine Handaufzucht ist.” Am meisten liegt ihr am Herzen, dass alle Tiere gesund sind.

Nachmittags sahen wir zu, wie die Pinguine gefüttert wurden. Unser Fazit: Yvonne Brand und Kerstin Rau würden diesen Beruf immer wieder wählen – auch wenn er noch so anstrengend ist.

Miriam Weppler, Annika Hübner, Annika Rau und Nina Weiand, Klasse 8c, Mannesmann-Gymnasium

Miriam Weppler, Annika Hübner, Annika Rau und Nina Weiand

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Kommentare
06.11.2009
08:03
Traumberuf Tierpfleger
von Christian123456 | #3

Liebe Antnietta, Sie sollten in Ihrer Verblendung nicht übersehen, dass dank der Tierparks viele Tierarten vor dem Aussterben gerettet wurden. Sie sind offensichtlich immer noch auf dem Tierpark-Stand der 70er! Viele Tierparks haben sehr viel Geld in vernünftige Gehege investiert. Leider dauert es noch einige Zeit, um die Fehler von Jahrzehnten auszumerzen.

06.11.2009
08:01
Traumberuf Tierpfleger
von jogi01 | #2

@ 1

Und schon wieder mußte dieser unsachliche Kommentar als Kopie herhalten. Wenn man sich wichtig machen will, sollte man doch mal mehr Fantasie investieren. Langsam wird es nur noch peinlich.

06.11.2009
07:04
Traumberuf Tierpfleger
von Antonietta | #1

Die Zucht in Gefangenschaft sorgt für einen Überschuss an Tieren. Babys sind nämlich Kassenmagneten und ziehen massenweise Besucher an, die zusätzlich zum Eintrittsgeld auch noch Geld in den Geschenkeshops und Snackbars der Zoos ausgeben.

Zoos können vielleicht größere und feudalere Anlagen bauen, aber es sind und bleiben doch Gefängnisse. Viele Verbesserungen sind eher kosmetischer Art und dienen eher den Besuchern als den Tieren. Die meisten Tiere in Gefangenschaft leiden unter Frustration und Langeweile. Anstatt Millionen darauf zu verschwenden, Unmengen an Tieren einzusperren, sollten wir uns für die Erhaltung und Wiedereinrichtung dessen einsetzen, was wir Menschen den Tieren genommen haben: ihren ursprünglichen Lebensraum.

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