Tragödie in Marxloh
23.09.2009 | 14:43 Uhr 2009-09-23T14:43:00+0200
Nach dem Feuer, bei dem drei Kinder ums Leben kamen, trauert der gesamte Stadtteil. Ein Meer von Blumen und Kerzen drückt die Anteilnahme der Nachbarn aus.
Dutzende Kerzen und Plüschtiere sind auf dem Boden verteilt. In der Luft ist ein komischer Geruch. Es ist der Unglücksort in Duisburg-Marxloh. Dort waren vor ein paar Tagen drei Kinder und eine Frau ums Leben gekommen. Und nur ein kleiner Junge hat diesen Brand ausgelöst.
Als ich vor diesem Haus stand, überkam mich ein Gefühl von Trauer und Mitleid. Ich sah mir alles genau an. Viele Menschen schenken den Verunglückten ihr herzliches Beileid und zünden Kerzen an. Bilder wurden gemalt und an das Schaufenster des leerstehenden Ladens unter der verbrannten Wohnung angebracht.
Ungeklärte Fragen
Das alles hat mich natürlich etwas nachdenklich gemacht. Wieso passte die Frau nicht auf, als der Junge mit dem Feuer spielte? Und wie kam der 6- Jährige überhaupt ans Feuer? Diese Fragen werden wohl ungeklärt bleiben.
Immer wieder halten Leute beim Vorbeigehen an und schauen auf das Ende der Tragödie. Etwas hielt mich davon ab, die Bilder zu machen, aber mit zitternden Händen habe ich mich dann überwunden.
Gefühle der Familie
Leute, die in der Straßenbahn sitzen, schauen natürlich auf das Elend. Die Menschen, die in der Bahn sitzen, heben ihre Köpfe an und schauen nach oben, wo die Reste der Wohnung sind. Da fragt man sich doch, wie sich der Rest der Familie fühlt? Oder auch der Junge, der für das alles verantwortlich ist. Das kann ich gar nicht richtig verstehen.
Auch die ausländischen Mitbürger brachten Zettel an, um ihr Beileid zu zeigen. Jeder hat ja auch das Recht dazu. Dann hoffen wir mal, dass die Brandopfer Alena (9), Sven (4), Justin (2) und Manuela (44) ihre letzte Ruhe finden. Mein herzliches Beileid dazu. Ruhe in Frieden.
Justine Wetterau, Klasse 8c, Realschule Fahrn

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