Spiel und Spaß im TCRK – Ein kleiner Verein setzt sich durch
19.12.2011 | 15:54 Uhr 2011-12-19T15:54:00+0100
Duisburg. Angefangen hat es mit 20 Gründungsmitgliedern. Heute spielen fast 400 Mitglieder Tennis beim TC Rummeln-Kaldenhausen. Die Jugendförderung ist für den Verein seit eh und je das Wichtigste. Zeus-Reporterin Jule gibt einen kleinen Einblick in die Entstehungsgeschichte des TCRK.
Der Geruch von Tennisbällen liegt in der Luft. Alle Leute sind glücklich und haben viel Spaß. Denn für sie ist Tennis die liebste Freizeitbeschäftigung.
Seit 1963 kann man im TC Rumeln-Kaldenhausen Tennis spielen. „Eine Tennisanlage gehört zur Infrastruktur einer schönen Gemeinde, in der es auch Schulen gibt“, sagt Hans Tönnissen. Er gehört zu den Menschen, die ihre Leidenschaft im Sport Tennis gefunden haben, sie jedoch nicht im eigenen Wohnort ausleben konnten, sondern immer in den Nachbarort Neukirchen-Vluyn fahren mussten.
Aus diesem Grunde kam er mit seinen Freunden auf die Idee, einen Tennisclub als Freizeitmöglichkeit in der Zuwachsgemeinde Rumeln-Kaldenhausen, zu gründen. Der Verein wurde aus Landes- und Kreiszuschüssen, aber auch aus einem geringen Eigenanteil finanziert.
Als nach vier Monaten endlich die ersten drei Plätze fertiggestellt waren, stieg die Mitgliederzahl drastisch an. „Aus den 20 Gründungsmitgliedern wurden in binnen kürzester Zeit circa 400 Mitglieder. Nach Fertigstellung der nächsten drei Plätze waren es schon 600“, erzählt der 86-Jährige.
Auch der Anteil an Jugendlichen war schon immer verhältnismäßig hoch. Da der Verein so viele Mitglieder nicht tragen konnte, wurde eine Mitgliedersperre für Personen, die nicht aus Rumeln-Kaldenhausen kamen, verhangen.
Ständiger Zuwachs an Plätzen und Mitgliedern
1965 vergrößerte sich die Tennisanlage auf sechs Plätze, hatte aber immer noch nur ein behelfsmäßiges Clubhaus. Ein Jahr später wurden dann endlich die zwei letzten Plätze und zum Schluss ein Clubhaus gebaut. Schon 1964 hatte der heranwachsende Verein mehrere Mannschaften von den offenen Klassen bis zu den älteren Senioren.
„Leider hatten wir im Winter keine Möglichkeit im Ort zu bleiben, daher mussten wir entweder zum Toeppersee, nach Moers oder auch nach Rheinhausen fahren, da dort die nächsten Hallen standen. In der Halle spielte man auf Beton oder Teppich“, erklärt der Rumelner. Die Kleidung hatte auch in Rumeln-Kaldenhausen die Farbe Weiß, denn so schrieb es die Wettspielordnung vor.
Auch technisch entwickelte sich der Verein weiter
Doch nicht nur auf den Plätzen und im Verein hat sich etwas getan, auch die Ausrüstung der Spieler hat sich deutlich verändert: Inzwischen hat sich der Dunlop-Holzschläger zu einem Graphit-Carbon-Titan-Mix-Schläger weiterentwickelt. Auch hat zum Beispiel die Nylon- oder Polyestersaite die Naturdarmsaite, die sich als unvorteilhaft bei Regen erwiesen hatte, verdrängt. Nicht nur die Stoffzusammensetzung hat sich geändert, auch die Größe des Schlägerkopfes hat sich fast verdoppelt. Nur die gelb-grünlichen Bälle von Dunlop sind gleich geblieben.
Heute ist der TC Rumeln-Kaldenhausen ein erfolgreicher Tennisclub. Die Mitgliederzahlen beschränken sich heute zwar auf 358 Mitglieder, wobei aber der hohe Jugendanteil mit 93 Jugendlichen geblieben ist.
Erfolgreiche Mannschaften
Der TCRK stellt heute sechs Damenmannschaften und neun Herrenmannschaften. Besonders erfolgreich sind die Herren 65 und die Damen 55, denn sie spielen in der 1. Verbandsliga und halten sich dort stets im Mittelfeld. Die 1. Damenmannschaft kann sich auch mit einem Erfolg krönen, da sie im Winter sowie im Sommer in die Bezirksliga aufgestiegen ist.
Auch die Jugend des TC Rumeln-Kaldenhausen ist erfolgreich. Die Juniorinnen III/IV haben in der höchstmöglichen Klasse dieses Alters, der Bezirksliga, den 1. Platz belegt. Außerdem sind die älteren Mädchen der Juniorinnen I/II in die Bezirksliga aufgestiegen. Die Jungen bewiesen sich in den Junioren III/IV als Aufsteiger in die Bezirksklasse A.
„Wir versuchen stetig neue Jugendliche anzuwerben, indem wir Schultennis, die Aktion „Deutschland spielt Tennis“ oder ähnliches anbieten“, sagt die Jugendwartin Andrea Braß. Das derzeit jüngste Mitglied des TCRK ist 2008 geboren und spielt schon eifrig Tennis.
Der TC Rumeln-Kaldenhausen hofft auf weitere Kinder, die Spaß am Tennis haben und den Erfolg der vorherigen Mannschaften weiter vertreten.

0mitdiskutieren