Ruhe, jetzt rede ich!
09.12.2011 | 11:18 Uhr 2011-12-09T11:18:00+0100
Duisburg. Für viele Hörer von „Radio Duisburg“ ist Danny Ortwein die „Stimme am Morgen“. Die Zeus-Reporter Marcel und Ben besuchten ihn im Studio und sprachen mit ihm über das Radio machen, kleine Live-Pannen und seine Lieblingsmusik.
Seit mehr als zehn Jahren arbeitet Danny Ortwein für den Lokalsender „Radio Duisburg“. Die Zeus-Reporter Marcel und Ben besuchten ihn im Studio.
Danny, hattest du schon mal einen anderen Job als Moderator?
Seit vier Jahren konzentriere ich mich speziell darauf. Davor habe ich fürs Radio als Nachrichtensprecher oder Reporter gearbeitet und klar, so Nebenjobs wie Zeitungen austragen als Schüler habe ich auch mitgenommen.
Wie bist du zu Radio Duisburg gekommen?
Nach meinem Abi 1995 habe ich hier bei Radio Duisburg direkt ein Praktikum gemacht.
Ende des gleichen Jahres war ich dann freier Mitarbeiter, das heißt dass ich auch schon ein bisschen Geld verdient habe. Dann musste ich pausieren, da ich Zivildienst leisten musste. Seit Mitte 1997 bin ich voll bei Radio Duisburg dabei.
Wann fängt deine Arbeitszeit an?
Bei Nachmittagsschichten, Sendezeitraum von 14 bis 18 Uhr, kann ich ausschlafen. Das heißt, ich fange erst zwischen neun und zehn Uhr an. Wenn ich die Frühschicht habe, Sendezeitraum von sechs bis zehn Uhr, muss ich schon gegen vier Uhr da sein. Also: Um drei Uhr aufstehen.
Wie läuft dann dein Arbeitstag ab?
Wir haben immer um 10.30 Uhr eine Konferenz. Vorher informiert man sich aber noch über das Weltgeschehen – in der Zeitung oder im Internet. In der Konferenz besprechen wir die Termine für die nächsten Tage. Zum Beispiel, wer auf welche Pressekonferenz geht.
Hattest du schon einmal einen richtigen Versprecher?
Ja, das hatte ich noch bei den Nachrichten. Ganz witzige Geschichte: Ein Jugendlicher hatte an 20 Autos Spiegel abgetreten und einen Sachschaden in Höhe von 10 000 Euro verursacht. Abgelesen habe ich aber: „Der Jugendliche hat an 20 000 Autos die Spiegel abgetreten“.
Wolltest du früher mal einen anderen Beruf ausüben?
Nein. Ich wollte schon immer zum Radio. Als kleiner Junge habe ich Fußball gespielt und mir die Bundesligakonferenzen im Radio angehört und gesagt: „Das will ich auch machen.“ Aber Eishockey hat mich dann noch mehr interessiert, so dass ich später für Radio Duisburg Eishockeyspiele kommentiert habe.
Musst du die Themen selber recherchieren oder werden die vorbereitet?
Teilweise. Ein gewisses Hintergrundwissen muss man haben. Aber man tauscht sich vor der Moderation auch mit Reportern vor Ort aus.
Hast du ein Lieblingsthema?
Nein, eigentlich nicht. Man hat ein so breites Spektrum hier in Duisburg. Seien es aktuelle Parties, der MSV oder Kommunalpolitik. Man muss gucken, worüber die Leute reden und was sie interessiert. Deshalb sind E-Mails von Hörern wichtig für uns. Auch bei Facebook sind wir sehr aktiv.
Was ist eigentlich deine Lieblingsmusik?
Ich höre nicht nur das, was bei Radio Duisburg gespielt wird. Von Metallica bis Swedish House Mafia: Da lege ich mich nicht fest. Was mir gefällt, das höre ich.

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