Sport

"Mannschaft: Bitte einsteigen!"

10.11.2009 | 17:49 Uhr

Bei der Ruder-AG des Mannesmann-Gymnasiums kommt eine Menge Spaß auf.

Die rund 24 Teilnehmer der Ruder AG vor dem Duisburger Ruderverein warten auf ihren AG-Lehrer, Herrn Gesing, der Sport und Biologie am Mannesmann Gymnasium unterrichtet. Er betreut die AG bereits seit drei Jahren jeden Freitagnachmittag, außer in den Ferien. Obwohl er seine Freizeit für die AG opfert, macht es ihm immer noch Spaß. Auch deshalb, weil er selbst ruderte, für diese Leidenschaft gerne Zeit investiert und er es für wichtig hält, die Kooperation mit Jugendlichen stets aufrecht zu erhalten. Somit möchte er die AG noch eine lange Zeit weitermachen.

Nun aber heißt es „Teambesprechung”. Die zahlreichen Ruderboote, die der Verein kostenlos zur Verfügung stellt, werden an die jungen Sportler verteilt. Hierbei gibt es Boote, die einfach oder sehr schwer zu fahren sind. Die Fortgeschrittenen dürfen nicht nur mit den anspruchsvolleren Booten fahren, um ihre Fähigkeiten zu erweitern, sondern sie haben auch die Aufgabe, den Neulingen vieles zu vermitteln, was für das Rudern wichtig ist.

Wenn jedes Jahr mehr Teilnehmer kommen, kann der Lehrer nicht auf alle aufpassen. „,Eigentlich dürfen nur die fünften und sechsten Klassen an der AG teilnehmen, aber wenn man sich aktiv an der AG beteiligt und es einen Spaß bereitet, darf natürlich weitergemacht werden”, sagte Gesing. Nach der Besprechung wird es ziemlich hektisch. Jeder läuft herum und besorgt die nötigen Materialien. Doch die einzelnen Schritte sind geplant und gut durchorganisiert. Es gibt mehrere Gruppen, die jeweils ein Boot zugeteilt bekommen haben. Jede dieser Gruppen hat auch einen Gruppenführer, diese sind meistens Fortgeschrittene.

Nachdem für jedes Boot die jeweiligen Skults (Ruder) herausgeholt worden sind und die Boote mühsam vom Bootshaus zum Ufer getragen wurden, müssen nur noch die Rollsitze, die Steuer und die Skults geholt und ordnungsgemäß an das Boot angebracht werden – welch eine Arbeit. Endlich ist es soweit. „Mannschaft, steigt ein!”, ruft jetzt der Steuermann, nachdem er als Erster in das Boot stieg. Alle beneiden den Steuermann, da er nur regungslos sitzen und das Boot steuern muss. Doch er wird zu Unrecht beneidet, da er die alleinige Verantwortung für das Boot trägt, während die anderen lediglich rudern müssen. Somit sind die Steuermänner oftmals Fortgeschrittene.

Nachdem die ersten Boote herausgefahren sind, um über die ganze Regattabahn zu fahren, kann beobachtet werden, wie die einen vom Steuermann laute Befehle erhalten und die anderen Angst haben, mit ihren Booten unterzugehen.

Es gibt mehrere Arten von Ruderbooten. Die Anfänger rudern mit Viererbooten (Vier Ruderer und ein Steuermann). Die etwas erfahreneren benutzen Dreierboote (zwei Ruderer und ein Steuermann) und die ganz erfahrenen „Einerboote ohne”. So ändert sich dann auch der Schwierigkeitsgrad jedes Bootes. So kann es auch durchaus passieren, dass manche Ruderboote untergehen. Dies ist jedoch nicht weiter schlimm, da jeder unmittelbar nach dem kleinen Untergang mit einem Motorboot gerettet wird. Für Gesing ist es immer wieder erfreulich, wenn er sieht, dass dies eigentlich ein Jahr später nicht mehr geschieht.

Jetzt kann man vom Steg aus sehen, wie die Jugendlichen mühsam über das Wasser rudern. Nun folgt für die Mannschaften die nächste große Herausforderung, nämlich das Anlegen. Jetzt sind vor allem die Fähigkeiten der Steuermänner gefragt. Denn wenn mehrere Boote aus allen Richtungen kommen, muss das Boot mehrmals gelenkt, komplett gedreht und gestoppt werden. Das ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten.

Nachdem das Anlegen der Boote gemeistert wurde, müssen alle Materialien ordnungsgemäß wieder entfernt und ins Bootshaus gebracht werden. So werden die Boote nach und nach aus dem Wasser geholt, abgetrocknet und im Bootshaus untergebracht.

Michael Söhngen, Klasse 8b, Mannesmann-Gymnasium

Michael Söhngen

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