Jedes Jahr sterben zahlreiche Tiere an Tierversuchen
05.11.2009 | 18:16 Uhr 2009-11-05T18:16:00+0100
An ihnen werden neue Arzneien oder Kosmetik ausprobiert. In Deutschland sterben jährlich mehr als Millionen Tiere.
Trotz zahlloser Kampagnen von Tierschutzverbänden werden jedes Jahr in der EU rund zwölf Millionen Tiere für Tierversuche eingesetzt. Für die Erforschung von Arzneimitteln, in der Kosmetikindustrie und in Giftigkeitsprüfungen werden Tiere zum testen verwendet.
Wissenschaftler bei Tierversuchen beteuern, dass die Tiere bei den Versuchen nicht leiden würden.
Auch Tiere können
Schmerzen empfinden
Da Menschen und Tiere die gleichen physikalischen und biologischen Voraussetzungen haben, können Tiere Schmerzen empfinden – was viele Menschen nicht wissen. Affen, Ratten, Hunde oder Katzen werden beispielsweise zur Erprobung neuer Arzneien missbraucht. Sie werden ohne Narkose operiert oder bekommen zu testende Medikamente in den Körper gespritzt.
Da Menschen andere Krankheiten als Tiere bekommen, werden entsprechende Krankheiten nachgeahmt und den Tieren injiziert, um die Wirkung zu beurteilen.
Tiere sterben schon bei
Zucht und Haltung
Jährlich sterben allein in Deutschland zwei Millionen Tiere an Tierversuchen oder den injizierten Krankheiten. Dazu kommt noch die unbekannte Zahl an Tieren, die schon bei Zucht und Haltung als Überschuss getötet werden.
Denn in Deutschland gilt, dass man nur eigens dafür gezüchtete Tiere verwenden darf.
Michelle Fenner, Klasse 9c, Albert-Einstein-Gymnasium

11:51
Toll, dass sich auch junge Leute für den Tierschutz einsetzen. Ich halte nichts von Tierversuchen, denn das ist einfach nur Tierquälerei. Sehr gut, dass erwähnt wurde das Tiere Schmerzen fühlen denn sie sind auch nur Lebewesen wie wir Menschen.
17:07
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
17:06
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
06:47
Allein in der Bundesrepublik Deutschland sterben jährlich noch immer mehrere Millionen Tiere im Namen der Wissenschaft. Dass man von den aus Tierversuchen gewonnenen Ergebnissen nicht auf die Wirkung beim Menschen schließen kann, ist inzwischen bekannt.
Für Hamster ist leckere Petersilie tödlich, Meerschweinchen sterben an dem für uns lebensrettenden Penicillin, Schafe können Unmengen des Nervengifts Arsen vertilgen – wie will man da wissen, welches im Tierversuch gewonnene Ergebnis auf den Menschen übertragbar ist und welches nicht?
11:38
Wie gut, dass es junge Menschen gibt, die sich auch für unsere leidenden Mitlebewesen einsetzen. Selbst, wenn Tiere bei der OP narkotisiert werden, leiden sie doch erheblich an den Nachwirkungen derselben. Schmerzmittel setzt man z. T. mit der Begründung nicht ein, sie könnten das Ergebnis verfälschen. Wenn man sich dann ansieht, welch unsinnige Versuche ausgeführt werden, oft nur für Doktorarbeiten, Titel oder Publikationen oder für Lebensmittelzusatzstoffe oder Botox! Zudem sind Tierversuche auf den Menschen nur sehr schlecht übertragbar, fast alle Nebenwirkungen bemerkt man erst in der klinischen Phase beim Menschen (www.aerzte-gegen-tierversuche.de). Die Gründe für Tierversuche sollten massiv eingeschränkt werden, Versuche, die starke Schmerzen und Leiden versursachen gar nicht mehr zugelassen und Alternativmethoden endlich mindestens ebenso stark gefördert werden, wie Tierversuche! Sonst passiert das, was wir seit Jahren erleben - Lippenbekenntnisse zur Reduzierung (RRR) - doch die Zahl der Tierversuche steigt weiter.
Über 2 Millionen Tiere - diese Zahl ist nicht zu rechtfertigen. Es muss dringend etwas geschehen!