Helfer für viele, viele Pfoten
09.12.2011 | 13:45 Uhr 2011-12-09T13:45:00+0100
Duisburg. Im städtischen Tierheim in Duisburg finden viele Tiere von Wühlmaus bis Schäferhund ein neues zu Hause. Doch das nur vorrübergehend. Ziel ist es, neue liebevolle Besitzer zu finden. Damit es den Tieren während ihres Aufenthaltes gut geht, werden sie jedoch von vielen Pflegern und Freiwilligen umsorgt.
Man hört es immer wieder: Das kleine Mädchen bekommt zum Geburtstag ein neues Spielzeug. Es spielt ein paar Mal damit, dann ist es des Spielzeugs überdrüssig, es wird durch ein neues ersetzt. Der Film „Toy Story“ handelt von der Situation solch vernachlässigter Spielsachen. Da sie in dem Film lebendig werden, fühlt man mit und wird schnell traurig.
In der echten Welt sind das natürlich nur Plastikspielzeuge, aber wie sieht es mit Lebewesen, mit Tieren aus?
Was passiert mit Hund, Katze, Maus, wenn sie „aussortiert“ werden?
Dieser Frage gingen die Zeus-Reporterinnen Franziska und Julia bei einem Besuch im städtischen Tierheim in Duisburg nach .
Traumatische Erlebnisse
Hier kommen die Tiere an, die ausgesetzt oder abgegeben werden. Täglich setzen sich im Duisburger Tierheim 25 Mitarbeiter für das Wohl von 100 Hunden, rund 80 bis 100 Kleintieren, wie Wüstenrennmaus Billi, und 130 bis 200 Katzen, wie Helius ein.
Sie sorgen dafür, dass die bei ihnen gestrandeten Tiere schnell ein neues Zuhause finden. Denn viele von ihnen haben traumatische Erlebnisse wie Aussetzungen oder falsche Behandlung durch den Besitzer erlebt und brauchen ein sicheres, geborgenes Umfeld.
Doch nicht nur brutales Verhalten der Tiere gegenüber ist ein Grund für den Aufenthalt im Tierheim. Manche landen auch dort, weil der Besitzer gestorben ist oder weil es sich um plötzlichen Nachwuchs handelt.
All diese Erlebnisse können dazu führen, dass die Tiere nur schwer lernen, wieder Vertrauen zu fassen. Daher braucht man sehr viel Zeit, um dieses wieder zu gewinnen.
Die Pfleger im städtischen Tierheim versuchen alles Menschenmögliche, um den Tieren den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestallten.
Markus Pikovszky (35) ist einer von ihnen. Auch er hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Tieren in Not zu helfen.
Er arbeitet seit neun Jahren für das Tierheim und ist Leiter der Abteilung für Kleintiere. „Ich bin hauptsächlich für Kleintiere und Katzen zuständig, kümmere mich aber auch um Dinge in anderen Abteilungen“, sagt er.
Zudem übernimmt er auch eine Menge Büroarbeit und kümmert sich um Organisatorisches wie Presseanfragen.
Er berichtet, dass jährlich rund 1 000 Tiere durch Besuche im Tierheim an Interessenten vermittelt werden können.
Die Besucher kaufen gerne Katzen und Kleintiere, die sofort mitgenommen werden können. Hunde können nach ein paar Spaziergängen und einer Woche Probeschlafen vermittelt werden.
In den Ferien können Ehrenamtliche im Tierheim aushelfen. Sie arbeiten bei den Katzen und Kleintieren.
Durch die freiwilligen Helfer wird das Vertrauen der Tiere schnell aufgebaut. Schüchterne Katzen werden zum Beispiel durch die Spielerei mit den Helfern immer zutraulicher und sie lassen sich streicheln.
Ein weiteres Beispiel: Den Meerschweinchen schneiden die Helfer die Krallen, damit sie sich nicht selbst verletzten und besser laufen können.
Das Tierheim finanziert sich zu einem Großteil aus Spenden und ist immer auf Unterstützung angewiesen.

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