Fußball

Gasfuß auf Schalke

02.11.2009 | 18:28 Uhr
Gasfuß auf Schalke

Zeus-Reporter machten im Gasauto eine Testfahrt mit den Schalke-Profis Christian Pander und Carlos Zambrano.

„Mit dem Fuß auf dem Gas”. So hieß das Motto des Tages der Zeus-Reporter, die von Schalke und Gazprom in die Arena auf Schalke eingeladen wurden.

Nach der Begrüßung durch Katrin Herbstreit, die für Presse und PR-Aktionen auf Schalke verantwortlich ist, ging es direkt ins Stadion. Doch von Rasen keine Spur. Es liefen schon die Vorbereitungen für die Stock-Car-Crash-Challenge von Stefan Raab. Es war trotzdem ein sehr spektakuläres Erlebnis zu sehen, wie die Fußballprofis das Stadion aus ihrer Sicht wahrnehmen. Und dann ging es in das Herz der Arena – in die Kabine der Heim-Mannschaft FC Schalke 04. Dort, wo Trainer Felix Magath sein Team vor dem Spiel noch einmal auf den Gegner einstimmt.

In der Kabine haben wir noch Fotos gemacht, dann gingen wir in den Presseraum, in dem auch die Pressekonferenz nach den Spielen immer stattfindet. Dort bekamen wir jeder ein T-Shirt, einen Block, einen Stift und einen ziemlich echt wirkenden Presseausweis. Anschließend folgte ein Vortrag über „Russisches Erdgas von Sibirien nach Gelsenkirchen”.

Wer denkt, das sei ja langweilig, der liegt absolut falsch. Der Vortrag von Werner Dauben war äußerst interessant und lehrreich. Werner Dauben ist Chef-Geologe bei Gazprom Germania. Er bereist viele Länder, zum Beispiel England oder auch Usbekistan. Es ging natürlich um Gazprom und wie viel Erdgas diese Firma fördert. Aber auch um eine viel wichtigere und interessantere Frage: Was ist Erdgas? Wo findet man es? Und wie kommt es hierher nach Deutschland? Auf diese Fragen haben wir natürlich auch Antworten bekommen.

Erdgas besteht hauptsächlich aus Ch4 (Methan), dies ist ein geruchloses und farbloses Gas. Wie man Erdgas findet, erklärte uns Herr Dauben natürlich auch. Wenn die Geologen eine Fläche ausgesucht haben und vermuten, dass dort Erdgasvorräte sind, fahren sie dort mit großen LKW hin. Es gibt zwei Arten dieser „Trucks”. Einmal die, die einen Hammer unter dem Wagen haben, um Schwingungen auszulösen. Und die, die die Schwingungen aufzeichnen, die der Hammer in der Erde auslöst. Diese Schwingungen werden ausgewertet und die Geologen erstellen ein Bild der Erdschichten. So finden sie heraus, ob es dort Erdgas gibt oder nicht. Ist Erdgas vorhanden, fängt man an zu bohren. Heutzutage kann man nicht nur senkrecht, sondern auch waagerecht in die Erde bohren, dies führt dazu, dass man mehr und schneller Erdgas an die Oberfläche bringen kann.

Der Transport von Erdgas erfolgt durch ein Pipeline-Netz. Die sind quasi quer durch ganz Europa verlegt. Allein in Deutschland gibt es rund 3 600 km Pipeline. Das Erdgas wird unter Druck ins Pipeline-Netz geschickt, damit man mehr und schneller Erdgas verschicken kann. Zudem gibt es alle 200 km eine Verdichterstation, um den Druck des Gases wieder herzustellen, damit das Gas wieder mit der gleichen Geschwindigkeit weiter fließt. Ein weiterer sehr interessanter Punkt war: Wie nutzen wir Erdgas? Ich glaube, jeder weiß, dass wir es zum Heizen und Kochen benutzen. Aber zum Autofahren?

Die Antwort auf diese Frage bekamen wir nach dem Mittagessen. Nach einer Portion Spaghetti Bolognese gingen wir gestärkt und munter zum letzten Punkt des Tages über: Autofahren mit den Profis und den Volkswagen-Experience-Fahrern. Jedoch nicht mit Benzin oder Diesel betriebenen Autos, sondern mit Autos, die mit Erdgas betrieben werden.

Am Anfang dachte ich, dass Erdgas-Autos nicht viel Power haben. Doch nach einigen Minuten hatte sich das ganz schnell gelegt. Denn als ich im Auto saß und wir die ersten Hindernisse der Teststrecke genommen hatten, fragte ich mich, ob wir noch auf vier oder doch schon auf zwei Rädern fuhren. Das war ein Erlebnis, das man so schnell nicht mehr vergisst.

Anfangs saßen die Profis Christian Pander und Carlos Zambrano nur auf dem Beifahrersitz. Christian Pander ist sogar schon nach fünf Runden ausgestiegen, aber Carlos Zambrano blieb die ganze Zeit mit im Auto. Zum Schluss sind dann auch die Profis gefahren. Ich saß bei Carlos Zambrano im Auto und wir hatten viel Spaß.

André Nicklas, Klasse 10a, Franz-Haniel-Gymnasium

Information: Als letztes möchte ich noch erwähnen, dass ich denke, dass gasbetriebene Autos den Diesel oder Benzin betriebenen Autos in keinem Punkt mehr nachstehen, außer das sie öfter tanken müssen.

Dies ist jedoch erheblich billiger und schont die Umwelt. Alles in allem war es ein sehr schöner und lehrreicher Tag.

Andre´ Nicklas

André Nicklas

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