Früh geht’s ran an die Maloche
09.12.2011 | 11:03 Uhr 2011-12-09T11:03:00+0100
Duisburg. Zeus-Reporter Carlo berichtet von seinen Erlebnissen im Ausbildungszentrum Krefeld. Eine Woche lang probierten er und seine Mitschüler sich in verschiedenen Berufen aus. Hier lest ihr, wie ihnen der Arbeitsalltag geschmeckt hat.
Arbeiten gehen, wenn andere Schüler noch friedlich schlafen? Was für Maurer, Maler oder Schreiner Alltag ist, wurde für einige Schüler der Gesamtschule-Duisburg-Mitte II zu einer neuen Erfahrung, die einige Strapazen mit sich brachte. Was für Klamotten zieht man zum Beispiel an, wenn man als Maler tätig ist? Wie benutzt man das Werkzeug eines Schreiners richtig, ohne sich zu verletzten?
Antworten bekamen die Schüler auf dem praktischen Weg – und zwar im Ausbildungszentrum Krefeld. Zeus-Reporter Carlo Reinhartz berichtet von seinen Erlebnissen.
Unser Tag begann immer damit, dass wir uns in der Mensa zur Besprechung des Tagesablaufs trafen. Danach ging jeder in seine Arbeitsgruppe. Zur Wahl standen beispielsweise Berufsfelder wie Maurer, Maler oder Schreiner. Während die Maurer und Schreiner noch glimpflich davon kamen, litt die Kleidung der Maler enorm: Sie fuhren in viel bunteren Klamotten nach Hause, als sie angekommen waren. Außerdem gab es noch den Bereich WKS (Wärme-, Kälte-, Schallschutzdämmung), in dem man hauptsächlich mit Blech arbeitete.
Für die Mädchen war vor allem die Kosmetik-Grupp interessant. Was dort gemacht wurde, liegt sicherlich auf der Hand.
Ich war in der WKS-Gruppe. Jeder bekam zu Beginn einen Gliedermaßstab und einen großen Bleistift. Das waren jedoch nicht die einzigen Erinnerungen, die wir mitnahmen, sondern auch viele kleine Wunden und Kratzer. Doch mit der Zeit gewöhnten wir uns an den Umgang mit den Werkzeugen und Verletzungen wurden eher zu Einzelfällen.
Da der Meister sich noch um seine Azubis kümmern musste, beschäftigten wir uns meistens selbst.
Diese Zeit nutzten wir, um aus Blech Würfel oder Schachteln zu basteln. Das war zwischenzeitlich zwar etwas langweilig, aber auch gut, da wir den Bereich so auf eigene Faust entdecken und den Umgang mit den Werkzeugen üben konnten.
Neben ein paar kleinen Zwischenpausen trafen sich mittags alle zum gemeinsamen Essen. Die Stärkung konnte man genauso gut gebrauchen wie die kleinen Pausen. Denn unsere Arbeiten waren teilweise richtig hart und anstrengend. Immerhin arbeiteten wir wie im „echten Berufsleben“.
So haben wir einen sehr intensiven Einblick in das Arbeitsleben bekommen, was sicherlich auch Ziel des Projektes war.

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