Buchkritik

Ein Computer-Spiel wird zur großen Gefahr

09.12.2011 | 10:50 Uhr
Ein Computer-Spiel wird zur großen Gefahr
Bücher gibt es viele – wahrscheinlich sogar mehr als man lesen kann. Deshalb gibt es hier einen kleinen Tipp, der bei der Entscheidung helfen kann. Foto: dapd

Ein geheimnisvolles Computer-Rollenspiel ist der neue Hit an Nick Dunmores Schule. Als der 16-Jährige es ausprobiert, gibt es ihm unheilvolle Anweisungen. Der Junge gerät immer mehr in Gefahr. Auch, wenn Zeus-Reporter Tobias zunächst gelangweilt war, kann er dieses Buch nur empfehlen.

„Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.
Erebos hat ein Ziel:
Es will töten.“

Letztes Jahr lag das Buch „Erebos“ von Ursula Poznanski unter unserem Tannenbaum.

Ein eindringlich schauendes Auge auf dem Deckblatt und der oben erwähnte, beunruhigende Klappentext auf der Rückseite hielten mich ein halbes Jahr davon ab, das Buch zu lesen.

Als ich mich endlich dazu entschloss, es doch zu lesen, war ich zunächst sehr enttäuscht. Denn die ersten 50 Seiten waren total langweilig. Ich raffte mich jedoch auf und las es weiter – zum Glück. Wenige Seiten später wurde es richtig spannend.

Und worum geht’s?

Erebos ist ein Online-Computer-Rollenspiel, das an „World of Warcraft“ erinnert. Die CD dieses Spiels wird in London an der Schule des 16-jährigen Nick Dunmore heimlich von Schüler zu Schüler weitergegeben. Alles ist streng geheim und eine Spielregel besagt, dass die Spieler allein spielen müssen und untereinander nichts erzählen dürfen. Wer nicht tut, was das Spiel verlangt, fliegt aus dem Spiel und kommt nicht wieder rein.

Irgendwann bekommt auch Nick die geheimnisvolle CD zugesteckt. Schnell ist er so gebannt von dem Spiel, dass er wenig isst, kaum schläft, die Schule schwänzt und sich nicht mehr mit Freunden trifft.

Doch das Merkwürdigste ist, dass das Spiel seinen Namen, seine Lieblingsmusik und seine Wünsche kennt. Doch woher?

Zudem stellt es seltsame Aufgaben, die in der realen Welt erledigt werden müssen. Erst sind diese scheinbar harmlos, doch dann befiehlt ihm das Spiel, jemanden zu vergiften.

Als Nick versucht aus dem Spiel auszusteigen, verstrickt er sich immer weiter in eine rätselhafte und gefährliche Geschichte.

Erebos ist ein wirklich spannender Jugendthriller, der lesesüchtig macht.

Verblüffendes Ende

Der Autorin ist es gelungen, die Spannung im Verlauf der Geschichte immer zu steigern und zu einem verblüffenden Ende zu führen. Das Buch ist trotz einer komplizierten, lange nicht einzusehenden Geschichte, leicht zu lesen. Ursula Poznanski erhielt, meiner Meinung nach, völlig zu Recht den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011.

Zeus-Reporter Tobias Klomp, Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasium, Klasse: 8c, Duisburg

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