Ein Blick hinter die Kulissen
11.03.2010 | 16:31 Uhr 2010-03-11T16:31:00+0100
Zeus-Reporterinnen waren zu Gast im Studio des Senders NRW.TV in Düsseldorf.
Gleich nachdem wir im Studio von NRW-TV in Düsseldorf ankamen, wurden wir von der Sekretärin begrüßt und zu Roger Horné – dem Moderator von „Horné live” – gebracht. Roger Horné arbeitet seit der Gründung von NRW-TV als Moderator in der Nachmittagsshow. In seiner Sendung empfängt er hauptsächlich Gäste aus Politik und Wirtschaft. Seine Gäste sucht sich Roger Horné selbst aus und achtet besonders darauf, den Zuschauern eine recht abwechslungsreiche Sendung zu bieten.
Die Vorbereitungszeit auf seine Moderation ist sehr gering, die meisten Fragen entwickeln sich spontan im Gespräch. Auf die Frage, wie er zu den Versprechen der jeweiligen Parteien steht, antwortete er nur: „Greife einem nackten Mann nicht in die Tasche”. Damit will er sagen, dass die Parteien kein Geld versprechen können, wenn keines vorhanden ist.
Im Laufe der Jahre hat Roger Horné einiges an Menschenkenntnis gesammelt. Er arbeitete als Auslandskorrespondent und lebte 14 Jahre lang in Washington. Heute lebt er mit seiner Frau in Bonn. Sein Arbeitstag beginnt um 10 Uhr. Damit seine Sendung pünktlich ausgestrahlt werden kann, muss das gesamte Team das Beste geben. Die Kameramänner, die Regie, die Visagistin sowie Silvia Affatato, Roger Hornés rechte Hand und beste Assistentin, sind stets bemüht eine perfekte Sendung auszustrahlen. Die Sendung wird dreimal gezeigt: um 17 Uhr live um 22 Uhr und am darauffolgenden Tag um 11:00 Uhr als Wiederholung. Dadurch möchte man möglichst viele Zuschauer aller Altersklassen erreichen. Kann eine Live-Sendung zum Beispiel wegen eines Krankheitsfalles nicht rechtzeitig fertiggestellt werden, wird eine Wiederholung gezeigt.
Uns wurden Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche gestattet. Wir durften den Cuttern und Vertonern bei ihrer Arbeit zusehen. Der Weg vom Bild bis hin zur fertigen Dokumentation wurde uns gezeigt und anschließend sind wir zu dem eigentlichen Studio gebracht worden. Auffallend war die enorme Kälte und Stille. Die Räume waren überwiegend klimatisiert. Die Regisseure waren in ihre Arbeit vertieft und arbeiteten größtenteils mit Kopfhörern.
In dem kleinen Raum der Visagistin werden der Moderator und seine Gäste abgepudert um den Glanz der Haut im Scheinwerferlicht zu verringern. Er selbst brauche nur zwei Minuten dafür, aber seine weiblichen Gäste bräuchten gerne schon mal eine halbe Stunde in der Maske, so Roger Horné.
Nachdem er seine Sendung beendet hatte, war er noch beruflich zu einer Veranstaltung geladen. Seine Arbeit für diesen Tag war somit noch lange nicht beendet, denn als Moderator im journalistischen Bereich gibt es keine geregelten Arbeitszeiten. Es war ein schöner, interessanter Tag.
Lena Schumacher, Jana Terliesner, Klasse 8d, Krupp-Gymnasium
Der Artikel ist zuerst am 11.11.2009 auf der Zeus-Seite der WAZ in Duisburg erschienen.

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