Die Stimme aus dem Radio
15.11.2007 | 19:55 Uhr 2007-11-15T19:55:53+0100Moderator Jens Vossen weckt morgens bei "Hallo Wach" die Duisburger.ZEUS-Reporterinnen schauten sich im Studio um
Ob beim Friseur, beim Zahnarzt oder im Auto, überall schallt einem Radio Duisburg entgegen. Vielen gefällt das Musikprogramm und sie mögen es, gleichzeitig informiert zu werden, wenn in ihrer Stadt etwas passiert. Fußballfans schwören auf Radio Duisburg, weil da alle MSV-Spiele übertragen werden, auch wenn das in letzter Zeit nicht die reine Freude war. Wie es hinter den Kulissen des Senders aussieht, erfuhren die ZEUS-Reporterinnen Michelle Winter und Linda Hantsch von "Hallo Wach"- Moderator Jens Vossen.
Seit wann gibt es Radio Duisburg?
Vossen: Radio Duisburg gibt es seit dem 1.April 1990. Es war der erste Lokalfunk Sender von NRW.
Wie viele Mitarbeiter arbeiten momentan bei Radio Duisburg?
Vossen: Bei uns arbeiten neun Festangestellte und wir haben viele freie Mitarbeiter. Insgesamt kommt man ungefähr auf 20 Mitarbeiter.
Wie viele davon sind Männer? Und wie viele Frauen?
Vossen: Es gibt 13 Männer und neun Frauen.
Wie lange dauert im Durchschnitt eine Sendung?
Vossen: "Hallo Wach" ist immer von 6 bis 9 Uhr. Insgesamt sind es also drei Stunden. Die Sendung "Drive Time" am Nachmittag dauert sogar fünf Stunden.
Wie viele Sendungen haben Sie hier?
Vossen: Die eigenen Produktionen, die wir lokal aus diesem Studio übertragen, sind von montags bis freitags "Hallo Wach" und nachmittags "Drive Time". Was dazwischen gespielt wird, übernehmen wir vom Rahmen-Programmanbieter NRW.
Was das Wochenende angeht, so haben wir samstags zwei Sendungen und zwar "Hallo Wach" und "Treff nach neun". Am Sonntag gibt es auch den "Treff nach neun" und am Nachmittag "Peppers" und "Clubhaus", alle drei eigenproduzierte Sendungen.
Wenn man hier arbeiten möchte, wie lange dauert eine Ausbildung?
Vossen: Die klassische journalistische Ausbildung dauert zwei Jahre.
Warum haben Sie sich für Radio Duisburg entschieden?
Vossen: Ich persönlich arbeite schon fast von Anfang an hier, weil das der erste lokale Radio-Sender in NRW war. Dort bin ich unter gekommen. Da ich Duisburg, den Sender und die Leute mag, bin ich halt hier geblieben.
Wie baut man eine Sendung auf?
Vossen: Das Grundgerüst ist die Musik. Das ist das, was am meisten in einer einstündigen Sendung vorkommt. Die Musikredaktion stellt die Musik zusammen. Für den Nachrichtenanteil sind die Nachrichtenredakteure zuständig. Die Beiträge und den Rest machen die Redakteure. Eine Sendung besteht zu 70 Prozent aus Musik und die anderen 30 Prozent sind Wortanteile.
Sind Sie zufrieden mit ihrem Job? Oder bereuen Sie es, bei Radio Duisburg angefangen zu haben?
Vossen: Ich habe bis jetzt noch nichts bereut und bin deshalb mit meinem Job sehr zufrieden.
Wie viel Geld verdienen Sie im Durchschnitt?
Vossen: Genug (lacht). Nein, genug kann man nicht wirklich sagen. Wir hatten vor einiger Zeit zwar eine Tarif-Verhandlung, da gab es noch was oben drauf. Aber leider gibt es immer noch einen Unterschied in den Tarifverträgen. Die Zeitungsredakteure verdienen etwas mehr als die Radioredakteure. Das finden wir nicht okay und wir kämpfen immer noch für eine Gleichstellung.
Michelle Winter Linda Hantsch Klasse 8e Gesamtschule DU-Mitte

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