Bei Rotlicht geht´s los
06.11.2009 | 18:56 Uhr 2009-11-06T18:56:00+0100Zeus-Reporter waren zu Gast bei Radio Duisburg und haben Redaktion und Moderatoren über die Schulter geschaut.
In der Redaktion von Radio Duisburg gibt es wie bei jedem anderen Radiosender zwei Bereiche: den redaktionellen Teil und den Werbeteil. In dem Werbeteil melden sich alle Firmen oder Unternehmen, die im Radio Werbung machen wollen. Werbung ist für einen Radiosender sehr wichtig, denn dadurch finanziert er sich.
In dem redaktionellen Teil findet man viele Büros mit Computern, die Nachrichten von Nachrichtenagenturen aus der ganzen Welt empfangen. An einem dieser Computer sitzt der Chef vom Dienst, der das Radioprogramm der nächsten Tage erstellt und überlegt, zu welchen Ereignissen er einen Mitarbeiter schickt, um davon live im Radio berichten zu können. An einem anderen Computer sitzt der Moderator, der überlegt, was er in der nächsten Sendung sagen wird.
Der Nachrichtensprecher am Computer nebenan sucht gerade mit dem Chef vom Dienst die wichtigsten Meldungen des Tages heraus, um den Hörer in der Sendung über alles Wichtige zu informieren. Neben diesen Personen gibt es bei Radio Duisburg noch etwa zehn Festangestellte. Dazu kommen noch ungefähr 15 Freie Mitarbeiter, die immer dort eingesetzt werden, wo gerade jemand gebraucht wird.
Einer dieser Freien Mitarbeiter heißt Daniel Drückes. Er ist 23 Jahre alt und ist über ein Praktikum zum Radio gekommen. Seit dreieinhalb Jahren arbeitet er bei Radio Duisburg und hat noch nie daran gedacht, etwas anderes zu machen, weil es ihm einfach Spaß macht, in einem Team zu arbeiten, „das so cool drauf ist”. So macht es ihm auch nichts aus, manchmal sehr früh aufzustehen, damit auch die ersten Sendungen am Morgen rechtzeitig fertig werden. Um zehn Uhr muss er dann zur Dienstbesprechung, bei der besprochen wird, wie die Frühsendungen gelaufen sind und ob es bei der Sendung am Mittag noch kurzfristige Änderungen gab.
Wenn der Moderator seine Moderation fertig geschrieben hat, geht er in das Studio, um eventuell noch den einen oder anderen Beitrag zu kürzen oder ganz zu streichen. Wenn dies geschafft ist, kann es losgehen mit der Sendung. Der Moderator geht ins Studio und wartet, bis die Lampe über seinem Mischpult zu leuchten beginnt. Nun beginnt er, seinen Text vorzulesen. Wenn er damit fertig ist, gibt er ab an den Nachrichtensprecher, damit dieser den Hörer über die wichtigsten Ereignisse des Tages informiert. Danach verlässt der Nachrichtensprecher den Raum und der Moderator liest das Wetter vor.
Dabei gab es auch schon die eine oder andere Panne. So zum Beispiel erzählte uns Daniel Drückes, war der Nachrichtensprecher fertig mit den Nachrichten und wollte den Raum verlassen. Doch bevor er die Tür schließen konnte, musste er laut niesen. Dies war natürlich live im Radio zu hören. Der Moderator, der gerade das Wetter vorlas, musste lachen und hat doppelt so lange für das Wetter gebraucht wie geplant.
Viele fragen sich jetzt bestimmt, warum wir bis jetzt noch nicht darüber berichtet haben, woher die Musik kommt. Das liegt daran, dass für die Musik nicht Radio Duisburg, sondern eine zentrale Musik-Redaktion für ganz Nordrhein-Westfalen verantwortlich ist. Um bei einem Radiosender zu arbeiten, muss man das Abitur geschafft haben, studieren und dann ein Volontariat machen. Außerdem muss man über gute Deutschkenntnisse verfügen.
Insgesamt war es für uns ein interessanter und spannender Ausflug, bei dem wir einiges erfahren haben, was wir so nicht erwartet hätten.
Tobias Orth, Frederik Heck, Jonas Surmund, Klasse 8c, Mannesmann-Gymnasium.

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