Auf dem Sprung in ein neues Leben
27.11.2008 | 17:32 Uhr 2008-11-27T17:32:00+0100
Die Hilfsorganisation "ProKids" oder die Streetworker der "Off-Road-Kids-Organisation" kümmern sich um Jugendliche, die auf der Straße leben.
Es gibt sie überall - auch in Deutschland, die Straßenkinder. Wir gehen an ihnen vorbei, ohne es zu bemerken. Sie versuchen normal auszusehen, um nicht aufzufallen. Erst bei verschiedenen Hilfsorganisationen nimmt man sie wahr. Wie z.B. bei ProKids in Duisburg. Dort können sie duschen, ihr Kleidung waschen und wechseln. Bei einem heißen Teller Suppe können sich die Kids unterhalten oder mit einem Vertrauensperson, die immer ein offenes Ohr für sie hat, sprechen.
Was treibt diese Jugendlichen überhaupt auf die Straße? Die Jugendlichen sehen die Straße oft als letztens Ausweg aus einer unerträglichen Situation. Die Kids haben meist gute Gründe um Familie, Freunde und die gewohnte Umgebung zu verlassen. Misshandlungen, Missbrauch, emotionale Vereinsamung und völlig zerbrochene Familienverhältnisse sind Auslöser zum Ausbruch. Sie nehmen ihr Leben selbst in die Hand. Sie verzichten auf Standards wie Heizung, Toilette, Bad, Bett und regelmäßiges Essen. Mit diesem Gefühl der Selbständigkeit machen sie sich auf den Weg in die ungewisse Zukunft. Doch die Hoffnung, dass sich das Leben auf der Straße zum Guten wenden wird, wird meist enttäuscht. Das Gegenteil ist der Fall. Meist endet die "bessere Zukunft" in Drogenabhängigkeit, Alkoholproblemen, Prostitution und es folgen Krankheiten wie HIV und Hepatitis C.
Wen interessiert das Schicksal dieser Jugendlichen? Hoffentlich dich und mich. Aber auf jeden Fall die Streetworker der Off-Road-Kids Organisation. Die Streetworker versuchen neue Perspektiven zu schaffen und bieten ihre Hilfe an. Allerdings braucht es viel Überzeugungskraft, denn die Kids sehen ihre auswegslose Situation oft nicht ein. Die, die jedoch bereit sind ihr Leben zu ändern, haben die Möglichkeit in eine Wohngemeinschaft zu ziehen und ihren Schulabschluss nachzuholen. Diese Jugendlichen müssen zügig lernen, sich mit Schwierigkeiten direkt auseinander zu setzen, anstatt davor zu fliehen. Ich wünsche jedem, dass ihm der Sprung ins neue Leben gelingt.
Chantal Luisa Bacchis, Landfermann-Gymnasium, Klasse 8d

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