Ahimsa ist der absolute Brüller
21.11.2011 | 12:20 Uhr 2011-11-21T12:20:00+0100
Duisburg. Seit Mai hat der Duisburger Zoo einen neuen Bewohner: das Sibirische Tigermädchen Ahimsa. Was der Tigernachwuchs bereits alles erlebt hat, lest ihr hier.
Dieses Jahr, am 12. Mai, hat der Duisburger Zoo Nachwuchs bekommen: ein sibirisches Tigermädchen. Das ist eine sehr seltene Art und der Zoo ist mächtig stolz auf seinen neuen Bewohner. Deshalb führt er seit diesem Tag auf seiner Internetseite Tagebuch über die ersten Schritte des kleinen Tigermädchens.
Zeus-Reporterin Paula Reimann hat dieses verfolgt und hier die schönsten Momente aus dem jungen Tigerleben zusammengefasst.
Als die Tigermutter Gisa ihre kleine Raubkatze – zu dem Zeitpunkt noch namenlos – im Frühling zur Welt brachte, wog das Kätzchen nur 1,5 Kilo. Doch schon nach ein paar Tagen durften Mutter und Kind in die Freianlage, wo das Tigermädchen schnell anfing seine Umgebung kennenzulernen und zu wachsen. Das Spielen durfte dabei natürlich nicht zu kurz kommen: So versuchte es immer wieder den Schwanz der Mutter zu jagen.
Dank großer Fürsorge konnte sich die kleine Tigerdame prächtig entwickeln und bereits nach ein paar Wochen waren die Reißzähne schon gut ausgeprägt, damit sie bald große Happen Fleisch verdrücken konnte.
Trotz der starken Zähne entpuppte sich die Kleine lange als Feigling. Nur zögerlich traute sie sich an die Wasserstelle. Erst nachdem Mama Gisa sie am 8. September in den großen Teich des Freigeheges schleppte, wurde der kleine Tiger eine richtige Wasserratte.
Auf ihre Badeeinheit folgte schnell viele weitere Entwicklungen: Der kleine Tiger lernte, sich selbst mit der rauen Zunge das Fell zu putzen, die Krallen zu schärfen und damit Bäume zu markieren, alleiniges spielen mit Maiskolben und die Jagd auf Fleischstücke, die die Pfleger versteckt hatten. An dem Fleisch hatte das Junge am meisten Spaß, weil die Stücke in Papiertüten gepackt oder gewürzt waren, so dass das Finden und „Auspacken“ gar nicht mehr so einfach war. Langeweile gab es in dem Tigergehege also eher selten.
Am 27. Oktober bekam das mittlerweile schon ordentlich gewachsene Tigerweibchen auch einen eigenen Paten. Dieser gab ihm sogar endlich einen Namen: Ahimsa. Der bedeutet übrigens Liebe, Seelenstärke, Gewaltlosigkeit und Mut.
Jetzt, wo es langsam richtig kalt wird, ist Ahimsa gut gerüstet. Sie wiegt bereits über 10 kg und bekommt momentan ihr erstes Winterfell. Dieses schützt sie sogar vor Temperaturen bis zu minus 50 Grad.
Jeden Vormittag ist Ahimsa im Freigehege. Die wohl häufigste Reaktion der hingerissenen Besucher: „Oh, wie süüüüß!“ So lässt es sich dann ganz entspannt genießen – das Tigerleben im Duisburger Zoo.

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