Kommentar

Abwahlverfahren gegen Adolf Sauerland

04.01.2012 | 16:41 Uhr
Abwahlverfahren gegen Adolf Sauerland
Duisburger Bürger unterschreiben in der Fußgängerzone in Duisburg für einen Abwahlantrag des Oberbürgermeisters Adolf Sauerland (CDU). Archiv-Foto: dapd

Duisburg.   Zwei Zeus-Reporter befassen sich mit der Frage, ob und warum der noch amtierende Oberbürgermeister Sauerland in Duisburg sein Amt abgeben sollte.

„Ich werde meine Arbeit als Oberbürgermeister dieser Stadt Duisburg weiterhin leisten.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Adolf Sauerland von einer Pressekonferenz. Er hatte verkündet, dass er seine Amtszeit bis 2015 fortsetzen wolle, woraufhin viele Pfiffe und Beleidigungen folgten. Er zeigte sich scheinbar emotionslos, doch aufgrund der vielen Kritik im letzten Jahr könnte das auch nur eine Fassade sein.

Die Frage stellt sich, woher der Oberbürgermeister die Kraft nimmt, diesem massiven Druck standzuhalten. Die Unterschriftensammlung der Bürger-Initiative ergab, dass 79149 Bürger und Bürgerinnen für eine Abwahl des Parteimitgliedes der CDU stimmen. Der Abwahltermin ist am 12. Februar 2012, doch zur Abwahl von Adolf Sauerland werden 92000 Stimmen benötigt. Man darf gespannt sein, wie die Bürger wählen werden, in einem Verfahren, das es in Deutschland so noch nicht gegeben hat.

Wie denken eigentlich Jugendliche aus Duisburg, die noch nicht mit wählen können, über das Abwahlverfahren? Wir Zeus-Reporter zum Beispiel finden es gut, dass Adolf Sauerland vielleicht abgewählt wird, da er offenbar wusste, dass bei der Loveparade niemals so viele Menschen auf den alten Güterbahnhof passen würden.

Wir sind der Meinung, dass er Mitverantwortung für den Tod von 21 Menschen trägt. Morddrohungen gegen ihn lehnen wir natürlich ab. Außer Sauerland waren auch noch andere für die Katastrophe verantwortlich. Nun finden wir es wichtig, sich um die Zukunft zu kümmern, sprich einen Nachfolger zu wählen und sich um Duisburg zu sorgen. Es muss wieder Ruhe einkehren, damit es mit der Stadt Duisburg wieder aufwärts geht.

Sebastian Philipps und Janne Stelter, Klasse 8a, Gesamtschule Duisburg-Mitte II

Zeus-Reporter

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