Buchkritik

Wenn der Mensch weicht, was dann?

22.11.2010 | 11:29 Uhr
Wenn der Mensch weicht, was dann?
Wenn der Mensch mal nicht mehr ist, holt sich die Natur die Erde zurück – wie hier auf dem Gelände der ehemaligen Henrichshütte in Hattingen.

Hilden.Wer hat sich noch nie gefragt was wäre, wenn der Mensch verschwände und die Welt sich selbst überließe?

Alan Weisman erklärt auf sachlicher Basis, in seinem Buch „Die Welt ohne uns“, wie es wäre wenn der Mensch plötzlich verschwände. Er widmet jedem einzelnen relevanten Faktor ein Kapitel.

So zeigt er beispielsweise in seinem einleitenden Kapitel, wie das Leben in einem – erst vor Kurzem wiederentdeckten – Stamm der Indianer in Ecuador abläuft. Dieser Stamm ist wie viele Indianerstämme bedroht.

Was wäre, wenn . . . ?

Diese Verknüpfung zu uns nutzt Weisman, um einen Vergleich zu unseren heutigen Ängsten zu ziehen. Denn jedem ist heute bewusst, dass wir der Erde geschadet, sie sogar teilweise vergiftet haben. Dies macht er dem Leser bewusst.

Zum Abschluss der Einleitung fragt er sich und den Leser, was wohl von der menschlichen Schöpfung übrig bliebe, wenn wir verschwänden. Außerdem führt er noch an, dass man, um herauszufinden wie es mit der restlichen Welt weiterginge, weit in die Vergangenheit zurückgehen müsse.

Das „strahlende“ Vermächtnis

In den darauf folgenden Kapiteln beschäftigt er sich damit, wie die Natur sich immer wieder anzupassen weiß und wie es mit unseren Bauwerken und Städten weitergeht, nachdem wir uns nicht mehr um sie kümmern würden.

Dies bekräftigt er immer wieder durch Expertenansichten. Des Weiteren geht er mit Zoologen und Erbforschern auf die Frage ein, wie die Evolution weitergeht. Unserem „strahlenden“ Vermächtnis widmet er ein ganzes Kapitel.

Fazit: Empfehlenswert

Das Buch ist empfehlenswert, da Alan Weisman im Verlauf des Buches sachlich und verständlich erläutert, wie es mit der Erde, der Natur, der menschlichen Schöpfung und den Tieren weitergehen würde, wenn der Mensch nicht mehr wäre. Allerdings muss man sich auf das Szenario voll einlassen, denn sonst ist es ein trockenes – wenn auch gut geschriebenes – Sachbuch.

Thomas Urban, Klasse WGY92, Berufskolleg Hilden

Zeus-Reporter

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