Daniel Zimmermann – ein Vorbild für die Jugend
18.11.2010 | 14:32 Uhr 2010-11-18T14:32:00+0100
Monheim.Der 28-Jährige Daniel Zimmermann ist der jüngste Bürgermeister in NRW. Er ist Mitglied der Jugendpartei PETO und trat im Oktober 2009 sein Amt als Bürgermeister an.
Die Zeus-Reporterinnen Alessia Prinz und Tabea Wolff besuchten ihn zum Interview im Monheimer Rathaus.
Sie sind Mitglied der PETO, die sich generell durch viele junge Mitglieder auszeichnet. Wie kam es zur Gründung dieser Partei?
Daniel Zimmermann: 1999 wurde das Wahlrecht für 16-Jährige eingeführt. Einige Freunde von mir und ich machten uns einen Spaß daraus und gründeten eine eigene Partei. Wir informierten uns über die Gründung einer Partei und ließen uns schließlich zur Wahl im September 1999 aufstellen.
Sie haben sich zur Bürgermeister-Wahl aufstellen lassen. War es überraschend für Sie, als Sie zum Bürgermeister gewählt wurden?
Klar war es eine Überraschung für mich. Doch dank einer Umfrage der Peter-Ustinov-Gesamtschule in Monheim konnte ich ahnen, dass ich zu den Favoriten gehöre.
Haben Sie es als sehr junger Bürgermeister schwieriger als andere Bürgermeister beispielsweise bezüglich des Respekts?
Ich denke, ich habe ähnliche Probleme wie die anderen Bürgermeister. Ich werde genauso respektiert, doch mache Parteien haben noch Schwierigkeiten mit meinem Wahlsieg – sie sind gegen einen so jungen Bürgermeister.
Empfinden Sie es als belastend in so jungem Alter so viel Verantwortung zu tragen?
Mir war schon vor der Wahl klar, dass es nicht immer einfach werden würde. Natürlich trägt man als Bürgermeister viel Verantwortung, aber das war mir bewusst.
Entstehen durch das Amt des Bürgermeisters in anderen Lebensbereichen Nachteile?
Ich habe weniger Freizeit, aber das nehme ich in Kauf, denn schließlich bin ich ja nicht mein Leben lang Bürgermeister.
Für welche Bereiche setzen Sie sich besonders ein?
Vor allem setze ich mich für die Jugend und die Kinder-und Familienfreundlichkeit in der Stadt ein. Natürlich bleiben die Finanzen dabei nicht außen vor.
Wie wird es für Sie weiter gehen, wenn Ihre Amtszeit als Bürgermeister abgelaufen ist?
Ich bin mir noch nicht ganz sicher. Entweder trete ich noch mal an oder werde als Lehrer tätig, da dies mein Berufsziel war, bevor ich Bürgermeister wurde.
Was würden Sie Schülern in unserem Alter raten, die später auch politisch tätig werden wollen?
Schüler könnten zum Beispiel dem Jugendparlament beitreten, wodurch sie schon früh in der Politik tätig werden können.
Tabea Wolff und Alessia Prinz, Klasse 8c, Otto-Hahn-Gymnasium Monheim
(Neu-Veröffentlichung eines Schülerartikels aus dem Herbst 2010)

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