Schwarze Spuren am Strand
10.05.2010 | 13:48 Uhr 2010-05-10T13:48:00+0200
Dinslaken.Seit dem 20. März tritt Öl aus der gesunkenen Bohrinsel „Deepwater Horizon“ des britischen BP-Konzerns vor der US-Küste aus.
Laut „New York Times“ waren die Öl-Arbeiter am Tag vor der Katastrophe damit beschäftigt, eine Öl-Quelle am Meeresboden mit Spezial-Beton zu schließen, doch später sollte diese wieder geöffnet werden. Aus dem nicht komplett geschlossenem Bohrloch trat demzufolge Erdgas aus und setzte das Erdöl in Brand, schnell weitete sich das Feuer aus und setzte die gesamte Bohrinsel in Flammen. Durch die Gase kam es zu einer Explosion.
Laut Forschungsinstituten treten täglich 800 000 Liter aus Öl aus. Das kleinste Loch konnte nun immerhin in 1500 Metern Tiefe von sechs Tauchrobotern mit Spezial-Beton gestopft werden. Nun wird eine 125 Tonnen schwere, 12 Meter hohe Beton-Kuppel über die verbliebenen Löcher gesetzt, aus der das Rohöl abgepumpt werden soll.
Der starke Wind treibt seitdem das Öl auf die Küste zu und bedroht sämtliche Tiere, Pflanzen und Menschen. Die Einheimischen, die zum Teil bereits seit Generationen von Austern und Fischen leben, müssen sich nun wohl auf Arbeitssuche begeben.
Am Freitag schwemmte der Öl-Teppich zur ersten Insel. Dort hinterließ er seine schwarzen Spuren. Verzweifelt versuchte BP die Ausbreitung durch Schwimmbarrieren einzudämmen. Da dies keinen Erfolg zeigte, wurde das an der Oberfläche schwimmende Erdöl kontrolliert verbrannt. Täglich werden nun mindestens 4,5 Millionen Euro für Rettungsbemühungen ausgegeben. Nun liegt alle Hoffnung auf einer Beton-Kuppel, mit der die Löcher verschlossen werden sollen. Sonst werden bald die Ausmaße des „Exxon Valdez“-Unglücks übertroffen.
Jana-Sarina Röhsing und Sandra Werler, Klasse 8c, Theodor-Heuss-Gymnasium, Dinslaken

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