Saufen bis das Licht ausgeht
06.05.2008 | 13:10 Uhr 2008-05-06T13:10:00+0200"Korn, Bier, Schnaps und Wein und wir hören unsere Leber schrein. . ." Wie im Song der Toten Hosen geht es den Jugendlichen, die beim Komasaufen mitmachen. Ziel dabei: Möglichst viel Alkohol in sich hineinschütten
Sie sehen völlig fertig aus, können nicht mehr aufrecht gehen und zittern am ganzen Körper. Alles in ihrem Kopf dreht sich, sie lallen nur noch unnützes Zeug und sind nicht fähig, einen verständlichen Satz zu sagen.
Nein, es sind keine alten, zerbrechlichen Menschen, sondern die Jugendlichen, die sich bis zum Abwinken betrinken. "Das ist cool. Das machen wir jedes Wochenende!", so denken viele Teenies über ihr Hobby. Komasaufen.
Wahnsinn, jedes Wochenende den Kopf zudröhnen, benommen sein, sich schwindlig fühlen, abkotzen, fast bewusstlos in sich zusammensacken. Jedes Wochenende sinnlos saufen! Dabei ist es den Jungen und Mädchen egal, was sie trinken. Wodka, Schnaps, Wein, Sekt. Hauptsache Alkohol. Es ist nicht wichtig, was man trinkt, sondern, dass man viel trinkt. Und viel trinken für wenig Geld kann man auf sogenannten "Flatrate-Partys". Beim Komasaufen geht es darum, für einen Festpreis (um die 10 Euro) so viel wie möglich an einem Abend zu trinken. Was bei den Jugendlichen als Partyspaß gilt, kann zur großen Gefahr des Alkoholmissbrauchs werden. Und dieser Missbrauch kann tödlich enden. "Das kann uns nicht passieren, wir wissen, was wir vertragen."; so selbstsicher klingen die meisten Jugendlichen, die Komasaufen nachgehen.
Doch was ist der Grund für den großen Alkoholkonsum? Die Teenager denken, dass man nur durch Alkohol Spaß haben kann: Kein Alk, kein Spaß! Ein gefährlicher Teufelskreis. Und um Spaß zu haben braucht man schon eine Menge Alkohol. Diese Flatrate-Angebote nutzen viele Jugendliche. Kein Wunder, denn für Kids mit wenig Geld sind die Partys genau das Richtige. Es funktioniert nach dem Prinzip: Wenn irgendwo etwas total billig ist, dann nimmt man auch gerne mal mehr davon - egal, ob es schadet oder nicht.
Immer mehr landen nach einer durchgefeierten Nacht im Krankenhaus. Diese Entwicklung wird durch die "Flatrate-Partys" verstärkt. Durch Erhöhen der Alkoholpreise soll der Alkoholkonsum gesenkt werden. "Ein Verbot der Partys bringt nichts!" Ein Verbot macht die Sache nur spannender.
Maureen Neels Dalila Polic Victoria Babbel Ernst-Barlach-Gymnasium Klasse 8b

12:28
Ihr seid doch selber nicht besser! Sonst wüsstet ihr nicht so gut darüber Bescheid.