Pauken ohne Pause
12.05.2010 | 10:32 Uhr 2010-05-12T10:32:00+0200
Castrop-Rauxel. Viele Jugendliche sagen, dass die Belastungen in der Schule zu groß sind und sie gerne mehr Freizeit haben würden. Ist Schule bereits ein Vollzeitjob?
Ein Erwachsener arbeitet in vielen Berufen 39 bis 40 Stunden pro Woche. Jugendliche haben häufig 35 Schulstunden je 45 Minuten, das macht ca. 27 Stunden.
Doch damit ist es ja nicht getan. Zusätzlich müssen sie noch Hausaufgaben erledigen und für Klassenarbeiten oder Tests lernen. Wenn Schüler dafür durchschnittlich jeweils 1,5 Stunden pro Schultag benötigen, kommen viele Jugendliche schnell auf 35 Stunden in der Woche.
Kinder, die länger zum Lernen benötigen oder am Wochenende noch zusätzlich Zeit für die Schule verbringen, kommen also der Wochenarbeitszeit eines Erwachsenen schon sehr nahe.
Oft kommt die Nachhilfe noch dazu. Viele Jugendliche wirken dadurch gestresst und genervt. Ich glaube, dass Jugendliche häufig zu wenig Freizeit haben, zu viel von den Lehrern und zum Teil von den Eltern unter Druck gesetzt werden. Vermutlich fällt es ihnen häufig auch deshalb schwer, sich morgens zu konzentrieren und dem Unterricht zu folgen.
Dadurch entstehen nach meiner Meinung weitere Stresssituationen in der Schule, bei den Eltern und zum Teil auch bei den Freunden. Zwar haben Schüler wesentlich mehr Urlaub als Berufstätige. Auch müssen viele Berufstätige Überstunden machen. Aber trotzdem glaube ich, dass die zeitliche Belastung für Jugendliche in der Schulzeit oft zu hoch ist und nicht zu einem Vollzeitjob werden dürfte. Sie sind schließlich noch keine Erwachsenen.
Victoria Stodt, Klasse 8a, Adalbert-Stifter-Gymnasium, Castrop-Rauxel

0mitdiskutieren