Dort, wo Drogen alltäglich sind
16.11.2009 | 14:09 Uhr 2009-11-16T14:09:00+0100
Köln. Steffen Seibert moderiert im ZDF unter anderem das Heute-Journal. Wir durften ihn einige Sachen im Zusammenhang mit Unicef fragen.
Herr Seibert setzt sich für Unicef ein und hilft in vielen Ländern. Wir haben uns hier auf die Ukraine beschränkt.
Zeus: Was ist das „große Problem” der Ukraine?
Steffen Seibert: In der Ukraine erkranken viele, viele Kinder an HIV/AIDS.
Zeus: Warum denn ausgerechnet in dem Land?
Steffen Seibert: Weil dort die Bildung ziemlich schlecht ist, das heißt, die Aufklärung über die Risiken, wie und wo man sich diese Krankheit holen kann. Leider leben sehr viele Kinder schon im jungen Alter auf der Straße, dort, wo Drogen alltäglich sind. Diese Drogen sind Schuld, dass so viele an HIV/AIDS erkranken.
Zeus: Wie viele erkranken durchschnittlich an HIV/AIDS?
Steffen Seibert: Bei Erwachsenen (15 bis 49 Jahren) betrug der Durchschnitt 2007 1,6 Prozent. Dennoch kann man sagen, dass jeder zehnte Infizierte ein Kind ist.
Zeus: Wie viele Kinder sind im vorletzten Jahr daran gestorben oder hatten diese Krankheit?
Steffen Seibert: Unicef hat keine Zahlen darüber, wie hoch die jährliche Infektionsrate bei Kindern ist. Aber 5 100 Kinder bis 14 Jahren waren 2007 mit HIV/AIDS infiziert. Außerdem waren 190 000 Frauen (15 Jahre und älter) 2007 erkrankt.
Wir bedanken uns recht herzlich, dass Herr Seibert sich die Zeit genommen und uns unsere wichtigsten Fragen zum Thema HIV/AIDS beantwortet hat.
Wen dieses Thema interessiert, der kann sich bei www.unicef.de oder www.youinicef.de informieren.
Interview: Lisa Habermann und Vivien Balkenhol, Klasse 8d, Gymnasium Petrinum, Brilon

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