Feuerwehr

Lebensretter im Einsatz

09.05.2012 | 12:48 Uhr
Lebensretter im Einsatz
Foto: dapd

Bottrop.   Wie sieht der Alltag eines Feuerwehrmanns aus? Unsere Zeus-Reporterinnen haben einen über den Tag begleitet.

Was genau macht ein Feuerwehrmann? Ganz klar: Zum Beispiel stürzt er sich todesmutig in brennende Häuser, um sich darin befindende Menschen zu retten und riskiert auch öfter mal das eigene Leben. Doch was steckt dahinter? Was macht ein Feuerwehrmann, wenn er mal nicht im Einsatz ist? Sitzt er dann vor dem Fernsehgerät und versorgt sich mit Plätzchen und Kaffee? Oder warum wählen einige überhaupt diesen Beruf? Um den Superhelden zu spielen?

Viele dieser Fragen gehören aufgeklärt! Also machten wir einen Termin fest und fuhren zu der Feuerwehrwache in Bottrop an der Kirchhellener Straße.

Thorsten Gutzeit, Berufsfeuerwehrmann seit sieben Jahren, klärte uns auf, beantwortete unsere Fragen sehr ausführlich und führte uns auf dem Gelände der Wache herum.

Ein Punkt interessierte uns besonders: Wie sieht der Alltag eines Feuerwehrmannes aus?

,,Man arbeitet jeden dritten Tag 24 Stunden lang und schon früh morgens um 7.30 Uhr müssen wir erscheinen und werden den verschieden Fahrzeugen zugeteilt“, sagt Thorsten Gutzeit. Danach findet der so genannte Routinedienst statt: Jeder Feuerwehrmann wird einer Dienstleistung zugeteilt, welche darin besteht, Schläuche zu säubern und gegebenenfalls zu kürzen, die Fahrzeuge zu warten und zu säubern, Büroarbeit zu verrichten oder die Atemschutzgeräte auseinander zu bauen, zu reinigen und zu prüfen, die Gasflaschen wieder neu aufzufüllen, sowie die gesamte Funktion des Gerätes zu testen.

Um 16.30 Uhr findet in dem eigenen Fitnessraum und in der eigenen Sporthalle der tägliche, anderthalb Stunden andauernde Sport statt. Denn es ist wichtig, dass ein Feuerwehrmann fit ist, weshalb häufig Tests und Prüfungen durchgeführt werden. Eine davon besteht darin, einen Parcours mit sämtlicher Ausrüstung zu meistern.

Um 18 Uhr bleibt den Beamten der zeitliche Freiraum, sich zu erholen oder sich mit ihren Kameraden zu beschäftigen. Dies wird auch Bereitschaftsdienst genannt.

Außerdem sprachen wir in unserem Interview an, was genau an diesem Beruf so viel Spaß bringe. ,,In dem Beruf hilft man und lernt Menschen kennen. Der Beruf ist abwechslungsreich und macht jeden Tag auf eine andere Art und Weise interessant, da man nie weiß was passiert“, so Thorsten Gutzeit. In dem Beruf ist es außerdem äußerst wichtig, dass man anderen vertrauen kann und selbst verantwortungsbewusst handelt.

Zur Zeit arbeiten keine Frauen bei der Feuerwehr Bottrop, nicht weil sie nicht erwünscht sind, sondern weil sie die schweren Prüfungen nicht bestehen.

Fazit

Es ist nicht einfach jeden Tag den Superhelden zu spielen, denn der Beruf hat seine guten und schlechten Seiten. Oft ist er äußert stressig, riskant und anstrengend. Trotzdem gibt es eine große Anzahl an Feuerwehrmännern, die sich bereit erklären, mit viel Mut und Tapferkeit in der einen oder anderen riskanten Situation uns zu helfen.

Der gesamte Tag bei der Feuerwehr war ein großer Erfolg und bringt einige neue Informationen und Wissenswertes mit sich.

Lena Gutzeit, Laura Waclawek, Klasse 8c, Heinrich-Heine-Gymnasium, Bottrop

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