Bottrop

Killerspiele: Ursache für Amokläufe?

26.05.2008 | 17:06 Uhr

Eine Studie des Magazins "Psychology, Crime & Law" besagt, dass Gewaltspiele keine gesteigerte Aggression hervorrufen

Seit langem existiert die Diskussion, ob Killerspiele Amokläufe hervorrufen können. Viele Politiker fordern, dass diese Spiele eingeschränkt oder gar nicht benutzt werden dürfen. Der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber meinte: "Sie animieren Jugendliche, andere Menschen zu töten. Das sind völlig unverantwortliche und indiskutable Machwerke, die in unserer Gesellschaft keinen Platz haben dürfen."

Natürlich sind Ego-Shooter nicht harmlos und viele dieser Amokläufer haben diese Spiele zuvor gespielt. Maria Böhmer, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, hatte im Koalitionsvertrag gefordert, diese Spiele zu verbieten, was zu einer erneuten Diskussion innerhalb der Parteien führte. Der Amoklauf von Emsdetten ht die Rufe in der Öffentlichkeit nach schärferen Gesetzen verstärkt.

Allerdings muss beachtet werden, dass der Begriff "Killerspiele" noch nicht eindeutig geklärt ist. So ist über einige Spiele sachgemäß berichtet worden, bei anderen wurde der Begriff falsch interpretiert. Einige Spiele wiederum wurden auch komplett falsch dargestellt. Eine Studie des Magazins "Psychology, Crime & Law" besagt, dass Gewaltspiele keine gesteigerte Aggression hervorrufen. Zwar haben viele Amokläufer Ego-Shooter wie "Counter-Stirke" gespielt, aber diese Spiele verursachen nicht allein die Gründe für einen Amoklauf.

Auch persönliche Probleme können Ursache für solche Gewalttaten sein, gefördert durch Integrationsprobleme, Depressionen und Mobbing. Einzelgängerschicksale und die Unfähigkeit mit Wut umzugehen, kommen häufig noch dazu, so dass, inspiriert von den Amokläufen Jugendlicher in den USA, Nachahmungstaten leider keine Seltenheit mehr sind.

Diese Gewalttaten könnten verhindert werden, indem das soziale Umfeld, sensibilisiert durch die Gewalttaten der Vergangenheit, frühzeitig auf Warnhinweise reagiert. Darüber hinaus dürfen Computerspiele nicht mit der Realität verglichen werden.#12 Steffen Schäfer und Max Turulski Klasse 8c Josef-Albers-Gymnasium

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