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Hip-Hop – Von der Straße zum Jugendsport

27.05.2010 | 15:19 Uhr
Hip-Hop – Von der Straße zum Jugendsport

Bottrop.„Fünf, sechs, sieben, acht“, fordert Tanzlehrer Ralf Jörgens die Teenies auf zu tanzen. „Hip Hop ist nicht einfach nur ein Sport“, sagt die 14-jährige Kathrin Bella. Hip- Hop besteht aus den vier Stilen: Breakdance, Rap, Graffiti und DJing – so, wie die vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde. Alles zusammen ergibt ein neues, unfassbares Lebensgefühl.

Hip-Hop entstand in den 70-er-Jahren in den Gettos der New Yorker Bronx. Jugendliche trafen sich auf Hinterhöfen, tanzten und rappten, was das Zeug hielt. Durch diesen Tanz drückten viele Rapper aus, wie das Leben in den Gettos wirklich war.

Auch heute noch ist Hip-Hop für viele nicht nur ein Tanz. „Es macht sehr viel Spaß, aber das Beste ist, dass man seinen Gefühlen freien Lauf lassen kann“, sagt Lisa Bess. Bis 1979 entwickelte sich die Hip-Hop-Szene ziemlich unbemerkt in den Armenvierteln New Yorks. Es gab viele Wettbewerbe, wie zum Beispiel die DJ-Battles, bei denen entschieden wurde, wer am besten Platten auflegen konnte. Durch die ersten


Rap-Hits kam die Hip-Hop-Kultur auch nach Deutschland. Hier mussten sich die Anhänger, mangels Informationen, vieles jedoch erst selbst erarbeiten. Sie lernten beispielsweise aus Filmen und übten diese Tanzschritte.

„Ich fahre mit dem Fahrstuhl hinauf in den ersten Stock, wo sich das Tanzstudio befindet. Dann muss ich mich nur noch umziehen, und schon kann es losgehen“, sagt Nele Köller (14) begeistert. Doch bevor es richtig zur Sache geht, startet das Aufwärmtraining – damit sich niemand beim Tanzen verletzt. Dann geht’s endlich los!



„Ausfallschritt nach rechts, Welle nach links und eine Drehung …“, lehrt Ralf Jörgens seinen Tänzern die neue Choreographie – kurz Choreo – zu dem Lied „The kill“. Wenn die Kids den Tanz können, geht es in der nächsten Woche direkt mit einer neuen Choreographie weiter.

Das Tanzstudio Jörgens arbeitet mit dem Hip-Hop-Vorbild Detlef D! Soost zusammen. „Zuerst war unsere Zusammenarbeit sehr geschäftlich, doch inzwischen ist sie eher sehr freundschaftlich geworden, und wir machen sehr viel Blödsinn miteinander“, lacht Jörgens. Er tanzt schon seit seinem sechsten Lebensjahr. Ihm geht es in erster Linie um den Spaß. „Außerdem ist es toll, dass Hip-Hop so vielseitig ist und nicht nur aus einer Tanzrichtung besteht.“

Es gibt natürlich auch zahlreiche Wettbewerbe, bei denen die Tänzer ihre einstudierten Choreos vortanzen und versuchen, die Jury von ihren groovigen Bewegungen zu überzeugen. Auch das Tanzstudio Jörgens nimmt oft an Wettbewerben teil.

Bei „D!’s Dance Club Competition“ staubte die Tanzgruppe „Unique“ in der Kategorie „Advanced Teens“ den ersten Platz ab. Belohnung: Eine Reise ins wunderschöne Rimini.

Kurz vor dem Ende des Unterrichtes teilt der Tanzlehrer die Kids in Gruppen auf. Dies wird gemacht, damit die Tänzer erstens mehr Platz haben und damit sie zweitens lernen, vor Publikum zu tanzen. „Noch ein letztes Mal – und diesmal mit noch mehr Power“, motiviert Ralf Jörgens seine Truppe.

Jana Horst, Maren Köller, Klasse 8f, Josef-Albers-Gymnasium Bottrop

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